Deutschland rutscht gegen Spanien aus

Der amtierende Europameister war eine Nummer zu groß für das deutsche Team – im ersten Spiel der EM-Hauptrunde unterlag die deutsche Auswahl mit 23:29 (12:14) gegen Spanien. „Die 15 Minuten nach der Halbzeit waren unsere schlechteste Phase, da produzieren wir zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. So kann man gegen routinierte Spanier nicht gewinnen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason in seiner Schadensanalyse.

Im ersten Spiel der EM-Hauptrunde unterlag die deutsche Auswahl mit 23:29 gegen Spanien. - Foto: DHB/Klahn

Bereits in der ersten Spielhälfte hatte Gislasons Riege sieben technische Fehler zu verzeichnen, scheiterte auch schon zu häufig an Spaniens Schlussmann Perez de Vargas, der mit einer zeitweiligen Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle glänzte. „Leider war unsere Abwehr wieder zu passiv, nicht clever genug“, kritisierte Kapitän Johannes Golla. 

ARD-Kommentator Florian Nass sprach zum Pausenpfiff noch von einem Krimi, Spanien sorgte aber innerhalb von acht Minuten für absolute Spannungslosigkeit in Bratislava. Solange dauerte es nämlich, bis Patrick Zieker mit dem 13:19 der erste deutsche Treffer im zweiten Spielabschnitt gelang. Dass Paul Drux dann auch noch im Angriff die Schuhsohle brach und der Berliner auf dem Allerwertesten landete, passte zu dem gebrauchten Tag, den das deutsche Team erwischt hatte. Lediglich einen Totaleinbruch konnte die deutsche Mannschaft am Ende vermeiden. Alfred Gislason nahm sein Team aber auch in Schutz. „Die Vorbereitung auf dieses Spiel war durch die vielen Änderungen im Team wegen der positiven Corona-Tests nicht optimal. Aber es haben ja trotzdem Sachen wie unser 7:6 funktioniert. Wir machen nur die freien Würfe am Ende nicht rein.“ Der Bundestrainer bleibt aber Optimist. „Die beiden Punkte aus dem Polenspiel können für uns noch ganz wichtig werden. Es ist immer noch alles möglich.“

Die nächste Partie gegen die Vertretung Norwegens wird bereits heute Abend (20:15, ZDF) ausgetragen.