„Bunter Strauß an interessanten Themen“ – „HVN/Hildesheimer Trainerseminar Spezial“ erfolgreich durchgeführt

Großen Anklang fand das von Eintracht Hildesheim und dem Handball-Verband Niedersachsen am letzten Wochenende organisierte „HVN/Hildesheimer Trainerseminar Spezial“. Über 100 Teilnehmer verfolgten trotz Pandemie die Vorträge der namhaften Referenten in der Hildesheimer Volksbank-Arena. „Wir sind sehr froh, dass wir das Seminar erfolgreich durchführen konnten. Dafür gilt unser Dank den Verantwortlichen und fleißigen Helfern der Handballabteilung von Eintracht Hildesheim um Gerald Oberbeck, die uns bei der Organisation der Veranstaltung einmal mehr hervorragend unterstützt haben“, stellt HVN-Geschäftsführer Markus Ernst heraus.

Das HVN/Hildesheimer Trainerseminar Spezialwurde erfolgreich durchgeführt. - Foto: Peisker

„Quo Vadis, gelbe Karte?“ lautete das Thema im ersten Vortrag vom ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Marc Fasthoff. Aktuell sind hier Veränderungen nur auf internationaler und Bundesligaebene zu beobachten, perspektivisch werden die Neuerungen im Umgang mit der gelben Karte aber im Laufe der nächsten Jahre auch die Vereine auf Verbandsebene betreffen. „Die gelben Karten werden von den Schiedsrichtern deutlich seltener gezogen, was der Dynamik und der Geschwindigkeit im Handballspiel sehr guttut“, so Fasthoff, der gemeinsam mit Gespannpartner Peter Behrens zu den Schiedsrichtern des Jahres in der Saison 2017/18 gekürt wurde. 

André Haber, Cheftrainer beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig, brachte den Zuhörern im Anschluss die Wichtigkeit des Tempospiels näher. Die Leipziger gehören in der stärksten Liga der Welt zu den Teams mit den meisten Toren aus dem Tempospiel.  Über 30 Prozent seiner Treffer hat die Mannschaft von André Haber in der Hinrunde der aktuellen Saison aus dem Schnellangriff erzielt. „Die einfachen Tore aus dem direkten Tempogegenstoß und der 2. sowie 3. Welle sollten immer wieder ins Training eingebaut werden“, erklärte der Leipziger Cheftrainer. In seiner rund 90-minütigen Übungseinheit kam dann sogar das Drittligateam des HSV Hannover, das als Demomannschaft fungierte, reichlich ins Schwitzen. 

Für Überzahlsituationen „7 gegen 6“ und „6 gegen 5“ stand mit Dr. Rolf Brack ein ausgewiesener Fachmann für diese Spielformationen zur Verfügung. Der mittlerweile 68-Jährige gilt in der Handballbranche durchaus als Visionär und hat Themen wie den siebten Feldspieler oder den dritten Kreisläufer bereits vor vielen Jahren für sich entdeckt. Mit Marco Stange widmete sich ein ausgewiesener Fachmann dem Torwarttraining. Zudem stellte Fabian Lüdke von den Füchsen Berlin nicht nur die sportliche Philosophie des Hauptstadtklubs in der Jugendarbeit vor, sondern gewährte auch Einblicke in die geschaffene Infrastruktur sowie die Talententwicklung der Berliner. 

„Wir hatten insgesamt einen bunten Strauß an interessanten Themen“, fasste Markus Ernst das zweitägige Seminar zusammen. „Alle haben sich an die geltenden Hygienebestimmungen gehalten“, lobte HVN-Bildungsreferent Jan Friedrich die über 100 Teilnehmer. Das nächste HVN/Hildesheimer Trainerseminar steht bereits in den Startlöchern. Vom 10.-12.6 findet die 22. Auflage statt. „Wir wollen auch dort wieder spannende Einblicke in die Welt des Handballs durch erstklassige Referenten geben“, blickt Jan Friedrich voraus.


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