33. Ordentlicher Bundestag des DHB

Am Samstag, den 3. Oktober, fand der 33. Ordentliche Bundestag in Düsseldorf statt. Neben dem Präsidium standen auch zahlreiche weitere Posten im Deutschen Handballbund (DHB) zur Wahl. Auch wurden Reformen für den Frauenhandball von den Delegierten beschlossen.

Die Vertreter des HVN beim Bundestag. - Foto: HVN

Mit großer Mehrheit wurden Stefan Hüdepohl, Präsident des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN), und Monika Wöhler, Präsidentin des Bremer Handball-Verbandes (BHV), in ihren Ämtern als Vizepräsidenten des DHB bestätigt. Unter Leitung des wiedergewählten Präsidenten Andreas Michelmann setzen Hüdepohl und Wöhler ihre Arbeit in den kommenden vier Jahren fort. Präsidiumsmitglieder sind weiterhin Georg Clarke, Hans Artschwager, Gunter Eckart und Carsten Korte sowie Andreas Thiel und Uwe Schwenker, die in ihren Funktionen als Vorsitzender und Präsident der Ligaverbände HBF und HBL ebenfalls dem DHB-Präsidium angehören. Neu hinzugestoßen ist Jörg Föste vom Bergischen HC, der die Nachfolge von Bob Hanning antritt, und Dr. Verena Svensson, die der neugegründeten Gleichstellungskommission vorsitzt. 

Dr. Verena Svensson zu ihrer Wahl: „Es war ein tolles Wochenende für Gleichstellung und Vielfalt im Ehrenamt, der Höhepunkt des Prozesses, den ich als Frauenbeauftragte schon miterlebt hatte. Nun müssen wir bei der Gremienbesetzung weitermachen, da wollen wir auch viele junge Leute integrieren.“

Ein Mitglied der neugegründeten Gleichstellungskommission wird Torben Streich, Referent für Mitgliederentwicklung im HVN, sein. Streich will sich dabei insbesondere für die „verstärkte Gewinnung junger Ehrenamtlicher und mehr Diversität in Gremien des Handballs“ einsetzen. 

Weiterhin wurde Harald Schieb, Vize-Präsident Recht im HVN, als Beisitzer des Bundesgerichts wiedergewählt.

Finaler Höhepunkt waren Anträge, inklusive des Strategiepapiers Frauenhandball 2021 bis 2025, für die die Mehrheit der Delegierten stimmte. Im Strategiepapier 2021 bis 2025 der AG Frauenhandball waren nach der Bundesratssitzung am Samstag einige Änderungen vorgenommen worden. Unter anderem wurde die ursprünglich geplante Abschaffung der 3. Ligen als Teil der Ligenstruktur-Reform zurückgenommen. 1. und 2. Liga sollen künftig mit insgesamt bis zu 28 Mannschaften spielen, darunter folgt die 3. Liga mit bis zu 36 Mannschaften und den Oberligen aus den zehn Förderregionen. Auch was die Jugend-Bundesliga weiblich betrifft, wurde die Ligenstruktur geändert. Der ältere A-Jugend-Jahrgang entfällt, es gibt eine B-Jugend-Bundesliga plus als Regelspielbetrieb für Spielerinnen zwischen 15 und 17 Jahren, in vier Staffeln mit je zehn Mannschaften. Dort fiel das Votum allerdings knapper aus, mit 57 Ja-Stimmen und 40 Nein-Stimmen – mit einfacher Mehrheit wurde dieser Antrag trotzdem angenommen.