1991 Handball-Oldies gesucht

Nachdem der Deutsche Handballbund (DHB) die Altersgruppe der 30-50-Jährigen „entdeckt“ hat und sogar eine „Oldie Handball-Woche“ plant, geht auch der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) in die Offensive im Kampf um die älteren Semester.

Der "Oldie Handball" wird beliebter. - Foto: Zehrfeld

Das im Dezember 1991 in der Verbandszeitschrift ausgeschriebene Turnier für Ü32-Handballer stieß auf reges Interesse und wurde im Mai 1992 in Bad Nenndorf auf dem Sportplatz ausgetragen. Unter den Augen von DHB-Vizepräsident Walter Kreienmeyer ging nach schweißtreibenden Spielen die HSG Osnabrück als Turniersieger vom Platz. Der gastgebende MTV Waltringhausen belegte den zweiten Platz. Kein Wunder, stand doch bei den Waltringhäusern mit Herbert Bock, dem 1. Vorsitzenden des HVN, ein Torwart zwischen den Pfosten, der als „Katze von Nenndorf“ in die Turniergeschichte einging. Die Verbandszeitschrift berichtet weiterhin von Fair-Play und erfolgreichen isotonischen Durstlöschern bei der Veranstaltung.

Auch heute hat der HVN ein erfolgversprechendes Spielkonzept für die „Älteren“ anzubieten, bei dem wie damals auch heute die „dritte Halbzeit“ nicht zu kurz kommt. „Five-a-Side“ nennt sich die spannende Variante des Handballspiels: Mit fünf Spielerinnen oder Spielern pro Team und weniger Körperkontakt entstehen auf dem kleineren Spielfeld mit einem speziellen Ball eine Menge Toraktionen und viel Spaß. 

Der Ursprung der alternativen Spielform liegt in Dänemark. Im November 2021 fanden die quietschgrünen Five-a-Side Bälle erstmals auch den Weg in deutsche Sporthallen. Die Auftaktveranstaltung zum gemeinsamen Pilotprojekt des HVN und DHB besuchten in Hannover über 40 Teilnehmer aus mehr als 20 niedersächsischen Vereinen. Mit Sven-Sören Christophersen und Franziska Müller mischten sich sogar zwei ehemalige Profis unter die Oldie-Handballer.