1975 Der HVN und die Talentförderung

Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) stellt im Jahr 1975 die Talentförderung um. Diese Neuorganisation ist zwingend notwendig, da die 1972 gebildeten 26 Talentfördergruppen immer mehr zu Vereinsgruppen zusammenschrumpfen und somit nicht mehr den Richtlinien des Landessportbundes Niedersachsen entsprechen.

1975 wird die Talentförderung im HVN verändert. - Foto: Zehrfeld

Um eine bessere Erfassung der Talente zu erreichen, führt der HVN dreitägige Lehrgänge in den Ferien ein. Mit der Umstellung der Talentförderung erhofft sich der HVN nun endlich auch positive Auswirkungen auf die Erfolge auf Verbandsebene, nachdem das bisher praktizierte Modell hauptsächlich den Vereinen zugute kam.

Wie sieht Talentförderung heute im HVN aus? Landestrainerin Christine Witte gibt Auskunft über den enorm gestiegenen Aufwand für den Handballnachwuchs: „Der jüngst im Frühjahr gesichtete Jahrgang 2008 wird in den kommenden zwei Jahren gute zwölf Mal zu Zwei- oder Dreitageslehrgängen zusammenkommen. Hinzu kommen noch um die zehn Tageslehrgänge.“  Die mehrtägigen Lehrgänge sind jeweils in Sichtungslehrgänge (SiLG), die ersten Lehrgänge im ersten Förderungsjahr, Schulungslehrgänge (SLG), im ersten und zweiten Förderungsjahr, und Optimierungslehrgänge (OLG) unterteilt. 

„Neben den Lehrgängen nehmen die Spielerinnen und Spieler außerdem am Landesstützpunkttraining teil und spielen in mehreren Turnieren gegen die Auswahlmannschaften anderer Handball-Verbände“, ergänzt die Landestrainerin. Die erste Turniermaßnahme ist dabei der EWE-Cup in Bremervörde, gefolgt von weiteren Turnieren in ganz Deutschland. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine dreijährige intensive Förderung eines jeden Jahrgangs, mit der Erstsichtung als Auftakt und dem Deutschland Cup nach der DHB-Leistungssportsichtung als Abschluss.