1973 Öffentlichkeitsarbeit beim HVN

Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) verstärkt seine Anstrengungen, den Handball transparenter zu machen und seine Organisation, die Arbeit und Ziele zunehmend in der Öffentlichkeit darzustellen.

Der HVN verstärkt seine Öffentlichkeitsarbeit. - Foto: HVN

Zu diesem Zweck veranstaltet der HVN 1973 eine Pressetagung mit Vertretern des NDR, des Radio Bremen sowie einiger Regional- und Lokalzeitungen. Der Erfolg liegt allein schon darin, dass die Vertreter der Öffentlichkeitsarbeit regelmäßige Wiederholungen wünschten. 

Zum Umgang mit Journalisten gibt Eberhard Schrader, Verbandspressewart von 1972 bis 1974, in einem Vortrag Hinweise an Vereinsvertreter: 

„Journalisten sind aus Erfahrung wählerisch. Sie haben Gespür für das, was ankommt und Sinn für Qualität; sie sind fast immer in Eile und auf der Suche nach dem Neuen. Was gestern war – vergessen. Und Journalisten sind, genau wie wir ehrenamtlichen Mitarbeiter beim HVN, keine Befehlsempfänger und keine verhungerten Normalverbraucher. Pflegen sie beste Kontakte zur lokalen Presse und zur Fachpresse (auch wenn es schwerfällt). Verschicken sie nur Nachrichten an die Presse, wenn es wirklich Knüller sind. 08/15 Berichte landen im Papierkorb! Und verschicken sie um Himmelswillen keine Einladungskarten mit der Aufschrift Presseempfang. Dann kommen die Journalisten nämlich mit silbernen Krawatten, aber ohne Lust zur Arbeit. Zwanglose Gespräche bei einem Glas Wein sind wertvoller. Wenn sie das alles beachten, haben sie beste Voraussetzungen, bei Journalisten gut anzukommen. Das müssen sie nämlich, um nicht in Image-Konflikte hineinzustolpern.“