1970 - Junge Stimmen sollen gehört werden

Im Jahr 1970 macht sich der Vorstand des Handball-Verbandes Niedersachsen Gedanken über den Nachwuchs. Es sollen zwei junge Leute für die Mitarbeit im Vorstand gewonnen werden, die vorläufig, ohne Sitz und Stimme, in dem Gremium mitarbeiten.

Die aktuellen Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher des HVN. - Foto: Streich

Wie hat sich seitdem die Beteiligung von jungen Engagierten am Verbandsgeschehen entwickelt? 

Jannis Klein, der sich seit 2019 als Jugendsprecher im HVN engagiert und aktuell den Vorsitz im Arbeitskreis der Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher hat, gibt einen Überblick: 

„Seit 4 Jahren bin ich jetzt im Verband aktiv. Besonders mit Hinblick auf das 75-jährige Jubiläum ist dies natürlich nur ein Bruchteil der HVN-Geschichte. Dennoch stelle ich fest, dass sich der Anteil junger Menschen, die sich im HVN sowohl haupt- als auch ehrenamtlich engagieren, besonders in den letzten Jahren (wieder) deutlich erhöht hat. Triebfedern dieser Entwicklung waren vor allem zwei Faktoren: Zum einen die Einstellung von Freiwilligendienstleistenden, durch die junge Menschen intensive Einblicke in die ehren- und hauptamtliche Verbandsarbeit erlangen. Zum anderen ist es das Amt der Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher, das mit der Änderung der HVN-Jugendordnung im Jahr 2010 eingeführt wurde.

Ebenso wichtig, wie der Einstieg ins Engagement ist das wachsende Vertrauen und die Perspektive, die jungen Engagierte geboten wird. Genau aus diesem Grund ist es jetzt – über 50 Jahre nachdem im Vorstand der Gedanke keimte, junge Leute vermehrt einzubinden – an der Zeit, die langjährige Arbeit junger Engagierter anzuerkennen. Auf dem diesjährigen Verbandstag zum 75-jährigen Jubiläum soll die Wichtigkeit ihrer Mitarbeit in den Gremien daher endlich mit festen Sitzen und Stimmrechten beschlossen und somit untermauert werden.“