1950 Einzug in das „Haus des Sports“ und Hallenhandball wird populär

Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) bekommt am 1. März 1950 endlich ein Dach über den Kopf. Die erste Angestellte, Edith Blanke, hat ihr Büro im 1949 eingeweihten „Haus des Sports“ in der hannoverschen Maschstrasse.

Das Haus des Sports im Jahr 1950. - Foto: Archiv

Die Bildung eines Norddeutschen Handball-Verbandes scheitert aus finanziellen Gründen. Die Reduzierung der Niedersachsenliga von sieben auf zwei Staffeln hebt die Qualität, für die Vereine bedeutet diese Umstellung allerdings wegen steigender Fahrtkosten auch eine höhere finanzielle Belastung.  

Die erste Niedersachsenmeisterschaft für die männliche Jugend wird ausgetragen. Der Niedersachsenmeister heißt MTV Aurich. 

Erster Landesmeister im Hallenhandball wird die Mannschaft von Germania Wilhelmshaven. Übrigens in fast der gleichen Besetzung, mit der sie 1948 erster Niedersachsenmeister im Feldhandball wurde. 

Der Hallenhandball wird nach dem Krieg zwar rasch beliebt, es fehlt jedoch in hohem Maße an geeigneten Spielstätten. HVN-Pressewart Emil Bergheim kommentiert damals:

„Eine grundlegende Besserung des Hallenspielniveaus kann nur kommen, wenn mehr Spielmöglichkeiten geboten werden. In den vom Luftkrieg stark betroffenen Orten wird man die Hallenmeisterschaften „draußen“, auf verkleinerten Plätzen des Feldspiels, abrollen lassen müssen. Das ist bedauerlich, aber immer noch besser, als wenn überhaupt nichts geschieht.“