Workshop-Teilnehmerin: „Brauchen Frauen an der Pfeife“

Der Premiere folgt eine Neuauflage: Der Arbeitskreis Schiedsrichterwesen des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) wird am Sonnabend, 13. August, einen weiteren Workshop von Schiedsrichterinnen für Schiedsrichterinnen anbieten. Darauf weist Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich hin. Die Premiere am Sonntag in Verden wertet Workshop-Leiterin Ann-Cathrin Specht in ihrer Bilanz als Erfolg.

Arbeit in Workshop-Gruppen. - Foto: Schlotmann

20 Teilnehmerinnen waren der Einladung zu der Veranstaltung, die die Gastgeberinnen unter den Titel „Überleben und Behaupten in einer überwiegend von Männern dominierten Umgebung“ gestellt hatten, gefolgt.

Teilnehmerin Doreen Männich von den Handballfreunden Springe: „Grundsätzlich finde ich es überhaupt gut, dass Seminare auch innerhalb der Spielzeit stattfinden. Das ist ein tolles Projekt, dass man ins Leben ruft.“ Grundsätzlich sollte der Verband mit seinen Bemühungen, mehr Frauen für das Schiedsrichterwesen zu begeistern, intensiver an die Öffentlichkeit gehen: „Wir brauchen Frauen an der Pfeife.“

Sophie Küstermann (TKJ Sarstedt) war nach Verden gereist, um sich mit anderen Schiedsrichterinnen auszutauschen: „Auch mit welchen, die höher pfeifen, um zu erfahren, was mich gegebenenfalls da erwartet.“ Insbesondere in den Gruppenphasen des Workshops sei ausreichend Zeit gewesen, sich über Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Ihr Erwartungen an die Veranstaltung hätten sich bestätigt.

Entwickelt worden war die Idee der Veranstaltung von Schiedsrichterinnen für Schiedsrichterinnen durch die Mitglieder des Arbeitskreises Gleichstellung des Verbandes, dem Präsident Wolfgang Ullrich vorsitzt. Die inhaltliche Ausgestaltung übernahmen mit Unterstützung der Mitglieder des Arbeitskreises Schiedsrichterwesen um Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich neben Ann-Cathrin Specht Nina Heinsohn und Sina Bergner.

Zwei Initiativorträge hatten die Organisatorinnen auf die Agenda genommen; dabei den von den Schiedsrichterinnen gewünschten Austausch untereinander in das Zentrum der Veranstaltung gestellt.

Specht: „Wir wollten mit dem Workshop einen Beitrag dazu leisten, dass sich insbesondere jüngere Schiedsrichterinnen sicherer fühlen. Wer sich nicht wohl fühlt auf der Platte, der pfeift auch dementsprechend.“

In einem ersten Workshop beschäftigten sich die Teilnehmerinnen am Sonntag in Verden mit Maßnahmen vor, während und nach dem Spiel, die auch jüngsten Schiedsrichterinnen helfen können, sich im „Haifischbecken“ (O-Ton Specht) zu behaupten. Im zweiten Workshop nahmen die Teilnehmerinnen im Schwerpunkt die Progression ins Visier.

Gefördert worden war der Workshop durch den Freundeskreis des Deutschen Handballs. oti

Szenen aus dem und Stimmen zum Workshop im Video(YouTube).