Weibliche C-Jugend: HSG Nord Edemissen Niedersachsenmeister

Die Niedersachsenmeisterschaften 2011/2012 der weiblichen C-Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen sind entschieden: In der letzten der zehn Begegnungen in der Sporthalle in Edemissen bezwang die gastgebende HSG Nord den ATSV Habenhausen und sicherte sich damit den Titel eines Niedersachsenmeisters. Zeitweise verfolgten über 250 Zuschauer die Begegnungen. Die Siegerehrung übernahm für den Handball-Verband Niedersachsen Helmut Schütte, Vorsitzender der Handball-Region Südostniedersachsen.

Niedersachsenmeister der weiblichen C-Jugend: Die HSG Nord Edemissen.

Schütte sprach von „zum Teil hochklassigen Handball“, den die C-Jugendlichen in der Sporthalle am Schulzentrum in Edemissen gezeigt hätten. Qualifiziert für die Niedersachsenmeisterschaften waren die fünf Meister der Landesligen Braunschweig, Bremen, Hannover, Lüneburg und Weser-Ems.

Vize-Niedersachsenmeister ist der VfL Oldenburg, dritter Sieger der ATSV Habenhausen, vierter der Handballverein Lüneburg und fünfter die TSV Burgdorf.

Die örtliche Ausrichtung der Wettbewerbe hatten die Verantwortlichen der HSG Nord Edemissen übernommen und laut Helmut Schütte „kaum Wünsche unerfüllt gelassen“. Dankesworte richtete der Vorsitzende der Handball-Region Südostniedersachsen auch an die drei Schiedsrichtergespanne, die die Begegnungen leiteten.

Landestrainer Thomas Engler, der wie HVN-Trainer Jürgen Warnholz  und HVN-Bildungsreferent Volker Uecker die Spiele beobachtete, gefiel unter anderem der Auftritt des ATSV Habenhausen: „In der Offensiv-, aber genauso in der Defensivleistung  - in der Summe der Möglichkeiten eine interessante Mannschaft.“

Ausgemacht hat der Landestrainer bei allen Teilnehmern „Entwicklungsfelder in der Pass- und Bewegungsschnelligkeit“, auch in den individuellen Abwehrleistungen: „Die Angriffe gelten oftmals nicht dem Ball, sondern dem Spieler. Daran müssen wir arbeiten.“

Den Trainern der fünf an den Niedersachsenmeisterschaften teilnehmenden Mannschaften gab Engler Wunschzettel mit auf den Weg: „Vor allem, was das Ausnutzen der Breite des Spielfeldes und damit auch das Einsetzen der Außenspieler angeht.  In der Kooperation zwischen Rückraum und Kreis habe ich erste gute Ansätze gesehen, die sind aber noch verbesserungsfähig.“

Die einzelnen Spiele im Überblick:

TSV Burgdorf – HSG Nord Edemissen 10:7 (3:2)
Beide Mannschaften starteten nervös in die Begegnung. Erst in der dritten Spielminute gelang der TSV das erste Tor. In Spielminute acht stand es 3:2 für die Hannoveraner. Ein Spielstand, mit dem die Schiedsrichter die C-Jugendlichen in die Halbzeit schickten.
In der zweiten Spielhälfte ließen sich die Akteure der TSV Burgdorf die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, zogen über 4:2, 6:4 und 9:5 zum 10:7 Endstand davon.

VfL Oldenburg – HV Lüneburg 14:9 (9:4)
Die Oldenburgerinnen ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie die Regie der Begegnung übernehmen wollten. Bereits in der vierten Spielminute lagen sie mit 3:0 in Front,  bauten den Vorsprung über 5:1 und 6:3 zum 9:4-Halbzeitstand aus.
In Halbzeit zwei fanden die Lüneburgerinnen besser ins Spiel, Oldenburg sparte die Kräfte, hielt den Gegner lediglich auf Distanz. Endstand: 14:9.

ATSV Habenhausen – TSV Burgdorf 15:7 (9:3)
Mit dem ATSV Habenhausen hat erstmals ein Bremer Verein seine Visitenkarte bei den HVN-Verbandsmeisterschaften der weiblichen C-Jugend abgegeben – und gleich in der ersten Begegnung zwei Punkte eingefahren.
Die Spielerinnen des ATSV zeigten sich flink auf den Beinen – in Angriff und Abwehr. Im Ergebnis zogen sie gleich zu Beginn der Begegnung gegen Burgdorf auf 3:1 davon und bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 9:3 aus.
In Halbzeit zwei verkürzte Burgdorf zunächst auf 6:10, schwächte sich dann aber durch zwei aufeinander folgende Zeitstrafen. Der ATSV erhöhte auf 12:6 – und hielt den Gegner bis zum 15:7-Endstand auf Distanz.

HSG Nord Edemissen – HV Lüneburg 11:6 (5:4)
Lange sah es in der Begegnung nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus: Beide Teams agierten in der ersten Halbzeit vorsichtig. Die Abwehrreihen bestimmten das Geschehen. Bis zur Halbzeit brachte sich die HSG Nord Edemissen in die bessere Ausgangssituation. Zwischenstand: 5:4.
Die zweite Spielhälfte begann da, wo die erste aufgehört hatte: Die Mannschaften schenkten sich nichts. Lüneburg vergab einen Siebenmeter, Edemissen machte es besser: 7:5 (17. Spielminute).
Der Handballverein schien den Zwei-Tore-Rückstand nur schwerlich wegzustecken. Edemissen zog Tor um Tor weiter. Endstand: 11:6.

VfL Oldenburg – ATSV Habenhausen 10:8 (6:4)
Beide Mannschaften waren verlustpunktfrei in die Begegnung gegangen, schenkten sich von Beginn an nichts: In Spielminute fünf stand es 3:3, dann wendete sich das Blatt: Oldenburg ging mit 4:3 und 5:4 in Führung, setzte sich zur Halbzeit auf 6:4 ab.
In Halbzeit zwei bauten die Niedersachsen den Vorsprung bis zur 15. Spielminute auf 9:4 aus. Habenhausen mobilisierte noch einmal alle Kräfte und verkürzte bis zum Spielende auf 8:10.   

TSV Burgdorf – HV Lüneburg 9:10 (4:6)
Schon zu Beginn der Begegnung nahm der Handballverein Lüneburg das Zepter in die Hand: Die Lüneburger legten bis zur dritten Spielminute 2:0 vor und hielten die Burgdorferinnen bis zur Halbzeit mit zwei Toren auf Distanz (4:6).
Halbzeit zwei ähnelte der ersten: Lüneburg traf, Burgdorf hatte das Nachsehen. In der 15. Spielminute stand es 5:9. Dann setzte die TSV zur Aufholjagd an, arbeitete sich Tor für Tor heran. Lüneburg sollte den Vorsprung knapp behaupten, gewann die Partie schließlich mit 10:9.

HSG Nord Edemissen – VfL Oldenburg 12:7 (5:2)
Hatte der VFL Oldenburg die Gastgeber der HSG Nord Edemissen unterschätzt? Gleich zu Beginn der Begegnung geriet der Meister der C-Jugend-Landesliga Weser-Ems ins Hintertreffen. Edemissen ging in Spielminute fünf mit vier Toren in Front, Oldenburg lief dem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit stand es 5:2 für die HSG.
Gleich zu Beginn von Halbzeit zwei machte Edemissen den sprichwörtlichen Sack zu, setzte sich bis Spielminute 13 auf 9:2 ab. Dann fand Oldenburg besser ins Spiel, verkürzte bis Spielminute 15 auf 5:10.  Beim Fünf-Tore-Vorsprung für die Gastgeber blieb es. Endstand: 12:7.

HV Lüneburg – ATSV Habenhausen 9:15 (5:7)
Bis zur fünften Spielminute hatte Lüneburg die Partie offen gehalten (4:4). Dann übernahmen die Spielerinnen des ATSV das Heft, zogen über 5:4 und 6:4 zum 7:5 Halbzeitstand davon.
In Halbzeit zwei ließen die Bremer nichts mehr anbrennen: Bis zur 15. Spielminute hatten sie den Vorsprung auf fünf Tore ausgeweitet. Dann galt es, Kräfte zu sparen. Endstand aus Sicht des ATSV Habenhausen: 15:9.

VfL Oldenburg – TSV Burgdorf 11:8 (7:4)
Bis zur fünften Spielminute konnten die Burgdorferinnen die Begegnung offen halten (4:4). Dann erarbeiteten sich die Oldenburger leichte Feldvorteile und gingen zur Halbzeit mit 7:4 in Führung.
In Halbzeit zwei ließ der VfL nichts mehr anbrennen, setzte sich über 9:4 und 10:4 auf 11:4 ab. Burgdorf verkürzte zwar noch einmal auf 7:11, das letzte Wort sprachen allerdings die Oldenburger: Endstand 11:8.

ATSV Habenhausen – HSG Nord Edemissen 10:11 (4:5)
Geschenke gab es nicht: Die HSG Nord Edemissen ging zwar mit 2:0 in Führung, Habenhausen steckte aber nicht auf, ging nach sieben Minuten in Front. Nord Edemissen legte nach, sicherte sich die 5:4-Pausenführung.
In Halbzeit zwei setzte sich Edemissen zunächst auf 8:4 ab, schien dann aber das Torwerfen nur noch dem ATSV überlassen zu wollen. 60 Sekunden vor Schluss stand es 9:9. Am Ende behielt Edemissen die besseren Nerven und entschied die Begegnung schließlich mit 11:10 für sich. oti

Die Abschlusstabelle (berechnet nach dem direkten Vergleich)
1. HSG Nord Edemissen 41:33 6:2
2. VFL Oldenburg 42:37 6:2
3. ATSV Habenhausen 47:38 4:4
4. Handballverein Lüneburg 35:48 2:6
5. TSV Burgdorf 34:43 2:6

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