Weibliche A-Jugend: HSG Badenstedt Deutscher Vize-Meister

Tina Wagenlader von der HSG Badenstedt kauerte am Boden, Torhüterin Chantal Pagel konnte die ein oder andere Träne nicht unterdrücken. Die „Elfen“ vom TSV Bayer 04 Leverkusen tanzten in der Leipzig Arena vor den mitgereisten Fans. Leverkusen hat am frühen Sonntagnachmittag das Finale um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend gegen die Niedersachsen aus Badenstedt mit 28:27 (13:12) für sich entschieden.

Laut Saskia Rast, mit elf Toren (davon fünf Siebenmeter) erfolgreichste Werferin der HSG, hätten die Badenstedterinnen gekämpft, aber in letzter Konsequenz ihre Chancen nicht genutzt. „Leverkusen hat deshalb verdient gewonnen.“

Badenstedts Trainer Thomas Löw gehörte zu den ersten Gratulanten des neuen Deutschen Meisters der weiblichen A-Jugend, TSV Bayer 04 Leverkusen. Löw sprach von einem „packenden Finale“: „Letztendlich waren es Nuancen, die das Spiel entschieden haben.“ Die A-Jugendlichen der HSG hätten gekämpft, schlussendlich unglücklich verloren. „Ich denke, wir können hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“  

Ähnlich wie Löw sprach Leverkusens Trainerin Kerstin Reckenthäler von einer „Partie auf Augenhöhe“. „Glückwunsch auch an Badenstedt für diese Leistung.“

Das „packende Finale“ um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend sollte sich erst spät zu einem solchen entwickeln: Beide Mannschaften starteten verhalten in die Begegnung (2:2 in der zehnten Spielminute). Leverkusen legte dann Tor um Tor vor (4:3, 12. Minute), die Niedersachsen blieben dran. Lena Seehausen glich aus, Leonie Neuendorf traf und brachte die HSG in Führung, ein weiterer Treffer von Seehausen und zwei Tore von Saskia Rast sorgten dann für einen komfortablen Vier-Tore-Vorsprung (8:4, 15.).

TSV Bayer 04 Leverkusen schaltete Mitte der ersten Spielhälfte um, arbeitete sich Treffer um Treffer an die Badenstedterinnen heran. Kim Braun verkürzte in der 24. Minute auf 8:9, erzielte keine 60 Sekunden später auch den Ausgleich. Anna Marie Spielvogel brachte die „Elfen“ schließlich mit 10:9 in Führung. Ein Ein-Tore-Vorsprung, den Leverkusen bis zur Halbzeit nicht mehr abgab. Mit einem 12:13 aus Sicht der HSG schickten die beiden Unparteiischen Tanja und Maike Schilha die Teams in die Kabinen.

In Halbzeit zwei schien der Titelverteidiger aus Leverkusen zunächst nichts mehr anbrennen lassen zu wollen. Johanna Feldmann erhöhte gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte auf 14:12. In Spielminute 37 warf Pia Adam das 16:13 für die „Elfen“ aus Leverkusen, denen es gelang, die Niedersachsen bis zur 45. Spielminute auf Distanz zu halten. Tore der Badenstedterinnen Kathrin Pichlmeier und Saskia Rast sorgten dann für den 20:20-Ausgleich. Zehn Minuten vor Spielende übernahmen die Niedersachsen durch Tore von Lena Seehausen und Leonie Neuendorf noch einmal die Führung (24:23), schienen zurück im Spiel zu sein. Kim Braun glich für Leverkusen in Spielminute 56 aus, Annika Ingenpass brachte Leverkusen wieder in Front, Ramona Ruthenbeck erhöhte 60 Sekunden vor Schluss mit dem 28:26 auf einen Zwei-Tore-Vorsprung. Der letzte Treffer der Partie blieb der HSG vorbehalten. Saskia Rast verkürzte noch einmal auf 27:28. oti 

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