Verband und Gliederungen: AG spricht über Neuordnung von Aufgaben

Die Mitglieder der AG Zukunft haben sich während ihrer Sitzung am vergangenen Samstag mit den Handlungsfeldern von Regionen und Verband auseinandergesetzt. Als Ergebnis der Beratungen nimmt Präsident Stefan Hüdepohl aus dem Gremium die Aufgabe mit, einen Entwurf für eine Optimierung der Aufgabenstruktur zu entwickeln. Im Juli will die Gruppe dann über die Gedankengänge des Präsidenten diskutieren.

Mitarbeiter der AG Zukunft während ihrer Zusammenkunft am Sonnabend in Hannover.

In der Sitzung am Sonnabend sei laut Hüdepohl der Wunsch der Regionsvorsitzenden deutlich geworden, insbesondere im administrativen Bereich Aufgaben zu bündeln. „Vor allem die Bereiche Recht und Finanzen scheinen für eine Zentralisierung geeignet“, sagt der Präsident. Die Hauptaufgabe für die Regionen sei der Sport in all seinen Facetten inklusive der Mitgliedergewinnung und des Vereinsservice. 

„Wir haben nur zwei oder drei Rechtsfälle beim Regionssportgericht pro Saison“, sagt Thomas Kowalski, Vorsitzender der Region Oldenburger Münsterland. Denkbar ist demnach laut Hüdepohl die Einrichtung einer „Stabsstelle Recht“ beim Verband. „Diese könnte die Beratung in sämtlichen Rechtsfragen für die Regionen übernehmen und zudem Mustersatzungen und -ordnungen erarbeiten. Durchführungsbestimmungen würden zentral formuliert und für das gesamte Verbandsgebiet gelten.“ Zudem habe man für ganz Niedersachsen eine erste Gerichtsinstanz mit zwei oder drei Kammern ins Auge gefasst, die alle Rechtsstreitigkeiten aufnimmt. Die Regionssportgerichte könnten abgeschafft werden.

Für den Bereich Finanzen diskutierte die AG eine zentrale „Buchhaltungseinheit“. Die Haushaltspläne würden in den zuständigen Gremien der Regionen beschlossen, wer die laufende Buchhaltung nicht mehr übernehmen möchte, bedient sich eines gemeinsamen Dienstleisters (Verbandsgeschäftsstelle), der von den Buchungen bis zum Jahresabschluss und der Kommunikation mit der Finanzbehörde alle anfallenden Arbeiten erledigt. Geschäftsführer Gerald Glöde und HVN-Vizepräsident Finanzen Wolfgang Gremmel zeigten sich Sonnabend offen für die Idee, die nun konkretisiert werden muss.

Des Weiteren diskutierten die Tagungsteilnehmer die öffentliche Darstellung des Verbandes und der Gliederungen. Angeregt wurde ein einheitlicher Auftritt des Verbandes und seiner Gliederungen, „um in der Öffentlichkeit noch mehr als Einheit aufgenommen zu werden“, erklärt Stefan Hüdepohl.

Die Regionen sehen sich laut Beratungen in der AG als selbstständiger Mittler zwischen Verband und Vereinen. „In den Bereichen Sport, Bildung und Entwicklung kommt der Gliederungsebene nach wie vor die Aufgabe zu, die Konzepte des DHB und des HVN umzusetzen und die Vereine bei ihren Aufgaben zu unterstützen“, erklärt der Präsident.

Wichtig seien für die Mitglieder der AG die Vereine. Für sie müssten Regionen und Verband als Dienstleister auftreten. Hüdepohl: „Bei anstehenden Strukturveränderungen muss die Vereinsberatung vor Ort eine große Rolle spielen.“ © Stefan Hüdepohl