Ullrich zu Diskussionen um JtfO-Finals: „Wettbewerb ist Bindeglied“

Medienverlautbarungen, nach denen das Bundesinnenministerium die Mittelzuweisungen für das Bundesfinale des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ kürzen will, haben bei Bildungspolitikern und in Sportorganisatoren für Empörung gesorgt. Der Deutsche Handballbund hat auf eine Online-Petition hingewiesen, die am Sonntag über die Plattform „openPetition“ initiiert wurde und an der sich bis zum frühen Freitagmorgen bereits knapp 4500 Unterzeichner beteiligt haben.

Nachrichtenagenturen hatten bereits am Donnerstag vergangener Woche aus der Sitzung des Sportausschusses  des Deutschen Bundestages am Vortag berichtet, in der die Ausschussmitglieder dem Entwurf des Sport-Etats 2014 des Bundesinnenministeriums zugestimmt hatten, der eine Kürzung des Etats für die Bundesfinals von „Jugend trainiert für Olympia“ um 350 000 Euro vorsehe. 

Baden-Württembergs Kultus-Minister Andreas Stoch als Vorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung, Trägerin des Schulwettbewerbs, sprach nach den Agenturberichten von einer „Riesenbedrohung“.  „Wenn wir nicht bis Mitte des Jahres die Gelder für die Finals 2015 zusammenhaben, könnte dies das Aus des traditionellen Wettbewerbes bedeuten.“

Hintergrund der Entscheidung des Sportausschusses ist nach Agenturmeldungen der seit Jahren schwelende Streit über die Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA), dort blieben die Bundesländer hinter ihren bei der Gründung gemachten Zusagen zurück.

Wolfgang Ullrich, Präsident des Handball-Verbandes Niedersachsen, sprach sich gestern auf Anfrage von hvn-online.com für den Erhalt der Grundstrukturen des Schulwettbewerbs aus - damit auch für eine Fortführung der Bundesfinals. „Für uns ist ‚Jugend trainiert für Olympia‘ nach wie vor ein wichtiges Bindeglied in den  Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen.“ oti

Hier geht es zur Online-Petition.