Trotz abnehmender Teilnehmerzahlen: „Erfolgreicher Workshoptag“

Die Mitarbeiter des Ressorts Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und die der örtlichen Ausrichter der SG Misburg haben am Sonntag eine erste Bilanz des Workshop-Tages 2016 gezogen. Nach 250 Teilnehmern im Jahr 2012 und über 100 zwei Jahre später hatte die dritte Auflage am Sonnabend mit knapp 90 Sportlern in Hannover durchaus noch Luft nach oben. Rolf Kamjunke, Abteilungsleiter Handball der SG Misburg: „Eigentlich hatten wir auch mit mehr Teilnehmern gerechnet; insbesondere aus dem Dunstkreis von Hannover.“

Ankommen: Knapp 90 Teilnehmer reisten zum HVN-Workshop-Tag 2016. – Foto: Denecke

Dabei hatte die Organisations-Crew um Kamjunke den Veranstaltern des Handball-Verbandes Niedersachsen und den Teilnehmern ein optimales Feld bereitet – neben dem Sportpark stellten die Misburger Handballer das Bürgerhaus sowie zwei Sporthallen mit Nebenräumen zur Verfügung. Zehn Handballer der SG kümmerten sich durchgängig um das Wohl der Gäste.

Die waren aus den unterschiedlichsten Gründen nach Hannover gekommen. Bettina Lücke (Lehrerin einer Grundschule in Bremervörde, Trainerin bei Bremen 1860) hatte als Trainerin pausiert, wollte sich beim Workshop-Tag Impulse für den Neuanfang und die AG-Arbeit an der Schule holen. Ihre Erwartungen hätten die, die die knapp 30 Workshops gestalteten, zu 100 Prozent erfüllt. „Das ging ganz schön zur Sache. Das hatte ich gar nicht gedacht.“

Genauso zufrieden trat Thomas Schaefer, Trainer einer weiblichen C-Jugend der HSG Schaumburg-Nord, am Samstagnachmittag die Heimreise an. Die Inhalte aus den Bereichen Kraft, Ausdauer und Koordination, die ihm vermittelt wurden, ließen sich gut kombinieren. Gewünscht habe er sich, dass die Workshopleiter die Intensität der Übungen etwas mehr den Möglichkeiten der Teilnehmer angepasst hätten.

Eine der Referentinnen des Workshop-Tages 2016 war Astrid Beckmann, Physiotherapeutin der HVN-Leistungsförderung, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeiten des Einsatzes der „Blackroll“ näher brachte. Vor vier bis sechs Wochen habe sie mit den Vorbereitungen ihres Beitrages der Veranstaltung begonnen. „Immer abends, so ein bis zwei Stunden.“ Mit dem Ablauf der Sonnabends  sei sie zufrieden: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schaffen mit ihrem Engagement das Fundament für die Leistungsförderung des Verbandes. Grundlagen für die Entwicklung der Kinder kann man nie genug schulen. Es hat Spaß gemacht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit Interesse bei der Sache.“

Olaf Denecke, Vizepräsident Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen, spricht von einer „erfolgreichen Veranstaltung mit einem prima Partner vor Ort“. Die rückläufigen Teilnehmerzahlen stören den Vizepräsidenten weniger: „Das wurde gut angenommen. Wir müssen eben sehen, dass wir früher in die Werbung kommen.“ Standen am Sonnabend in Misburg überwiegend handballspezifische Angebote auf der Agenda, „kann das beim nächsten Mal schon wieder ganz anders aussehen.“

Rolf Kamjunke regt an, vor einer möglichen Neuauflage die tatsächliche Bedarfe von Trainern und Betreuern abzufragen. Einen steuert Bettina Lücke bei: Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen gewinne immer mehr an Bedeutung: Tipps und Tricks, wie man als Verein Schule zur Zusammenarbeit bewegen kann, seien wichtig – und welche Möglichkeiten der Kooperation es gibt.

Eine Anregung die Olaf Denecke bei einer möglichen Neuauflage aufnehmen will; allerdings frühestens im Jahr 2018. Man wolle verhindern, dass sich die Veranstaltung „abnutzt“. oti / kk