Spielleitungsentschädigungen sind „sonstige Einkünfte“

Heinz Winden, Vizepräsident Recht des Deutschen Handballbundes, hat jetzt die Ergebnisse der Abstimmungsgespräche in der Frage der steuerlichen Behandlung von Spielleitungs- und Teilnahmeentschädigungen für Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretäre, Schiedsrichterbeobachter und Spielaufsichten zwischen den Bundesländern und dem Bundesfinanzministerium bekannt gegeben. Zahlungen von Spielleitungs-, Teilnahme- und pauschalen Aufwandsentschädigungen im nationalen Sportbereich sind demnach grundsätzlich als Tätigkeitsvergütungen anzusehen.

Die Zuwendungen werden somit von den jeweiligen Finanzämtern wie „sonstige Einkünfte“ nach Paragraph 22 Nr. 3 Einkommenssteuergesetz behandelt.

„Sonstige Einkünfte“ nach § 22 Nr. 3 ESTG sind bis zu 255 Euro pro Jahr für den
Empfänger steuerfrei. „Sie müssen jedoch in der Steuererklärung angegeben werden“, sagt Winden. „Wird diese Freigrenze überschritten, ist der volle Betrag steuerpflichtig.“

Tatsächlicher Auslagenersatz, etwa die Erstattung von Fahrt- und Übernachtungskosten, sei wie bisher steuerfrei.

Winden: „Für den Verband oder Verein als Ausrichter beziehungsweise Veranstalter von Spielen ergeben sich keine steuerlichen Pflichten bei den Auszahlungen. Für die steuerliche Behandlung ist allein der Empfänger verantwortlich.“ oti

Hier geht es zum Schreiben des Vizepräsidenten an die Landesverbände.