Special Olympics in Hannover: Donnerstag Experten-Treffen

Hannover ist seit Montag und noch bis Freitag Austragungsort der Special Olympics 2016, der Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. 14 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind angekündigt, darunter 4 800 Athletinnen und Athleten, die in 18 Sportarten und dem Wettbewerbsfreien Angebot an den Start gehen – Austragungsort der Handball-Wettbewerbe ist die Sporthalle des Kaiser-Wilhelm-und-Ratsgymnasiums (Lüerstraße 14, 30175 Hannover).

Die „Gesichter der Spiele“, Laura Hardy und Herbert Krüger, präsentierten das Plakatmotiv der Special Olympics Hannover 2016. - Foto: SOD / Daniel Pilar

Am Handball-Wettbewerb werden sich erstmals neben zehn Traditional- auch fünf Unified-Mannschaften beteiligen, in denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam Sport treiben.

Für den Handball-Verband Niedersachsen (HVN) unterstützen Aktive des Frauen-Zweitligisten HSG Hannover-Badenstedt um Vorsitzenden Jörg Rast und Sportlichen Leiter Bernd Schröder den Nationalen Koordinator Handball von SOD, Carsten Schenk, in der Rahmenorganisation.

Der HVN plant in Zusammenarbeit mit Sabine Schmitz, Geschäftsführerin Sport und Events von Special Olympics Deutschland in Niedersachsen, für Donnerstag, 9. Juni, in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr ein Treffen mit interessierten Vereinsvertretern, an dem auch Trainer und Aktive der an den Spielen beteiligten Vereine teilnehmen. Anmeldungen sind noch kurzfristig möglich.

Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes: „Wir wünschen unserem Kooperationspartner Special Olympics Deutschland viel Erfolg in der Organisation der Veranstaltung.“ Birkenbach, insbesondere mit Blick auf die Aufnahme der der Unified-Wettbewerbe in das Veranstaltungsprogramm: „Wir freuen uns, dass das Interesse am inklusiven Handball immer mehr zunimmt. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“ Tim Nimmesgern, neuer Referent für Mitgliederentwicklung des Deutschen Handballbundes, wird voraussichtlich am Freitag die Spiele besuchen. Zu Nimmesgerns Aufgaben zählt unter anderem die Engagementförderung.

Beginn der Handball-Wettbewerbe ist am Dienstag, 7. Juni, mit der Klassifizierung im Traditional-Wettbewerb und den Gruppenspielen „Unified“. Mittwoch und Donnerstag stehen dann die Gruppenspiele auf dem Programm, bevor am Freitag um 10 Uhr die Finalrunden beginnen. Die Siegerehrungen sind für den letzten Wettbewerbstag um 16 Uhr vorgesehen.

Eröffnet werden die Nationalen Spiel am Montagabend durch Daniela Schadt, der Lebensgefährtin von Bundespräsidenten Joachim Gauck.

„Unsere Stadt steht dann eine Woche lang ganz im Zeichen der Special Olympics Hannover 2016“, sagte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Mit viel Engagement und vor allem mit der Unterstützung von vielen Partnerinnen und Partnern sowie einer überwältigenden Zahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern haben wir uns vorbereitet. Wir haben in Hannover und der gesamten Region riesengroße Hilfsbereitschaft ausgelöst. Wir alle wollen gemeinsam ein sportliches Fest feiern und damit gleichzeitig ein Zeichen für Inklusion und uneingeschränkte Teilhabe setzen.“

Die rund 4 800 Athletinnen und Athleten, unter ihnen auch 351 Unified Partner ohne Behinderung – so viel wie noch nie bei Nationalen Spielen –, werden unter dem Motto „Gemeinsam stark“ ihr Bestes geben. PM / oti