Schiedsrichterwesen: Referees setzen auf dynamisches Sehen

Ein Pilotprojekt, das in den Reihen der Lehrgangsteilnehmer laut HVN-Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich durchaus auf Gefallen stößt: Während des Lehrganges für Schiedsrichter und Beobachter des Handball-Verbandes Niedersachsen in Vechta gestalteten Mitarbeiter von „DynamicEye - Institut für Sportvision“ in Köln einen etwa vier Unterrichtseinheiten umfassenden Workshop. Ihr Thema: Verbesserung des dynamischen Sehens bei Schiedsrichtern.

Mitarbeiter von „DynamicEye - Institut für Sportvision“, die in Vechta Unterrichtseinheiten gestalteten. Foto: Gottschlich

Drei zertifizierte „DynamicEye“-Trainer moderierten die theoretischen und praktischen Einheiten mit dem Ziel, Anregungen zur Verbesserung des dynamischen Sehens bei Schiedsrichtern zu vermitteln. 

Den Auftakt gestalteten die Instituts-Mitarbeiter mit der Vermittlung theoretischer Grundlagen: Was ist dynamisches Sehen und welche Grundlagen gibt es? Welche Anforderungen werden speziell an Schiedsrichter gestellt?

Im Praxisteil mussten die HVN-Schiedsrichter unter anderem einen „Sehparcours“ durchlaufen. Auf Grundlage der Ergebnisse erhielten die Referees Übungen an die Hand, um jeweils ihre individuellen visuellen Fähigkeiten zu verbessern.

„Vor allem die praktischen Übungen in dem acht Stationen umfassenden Parcours haben uns deutlich gemacht, wo unsere Defizite in der Sehfähigkeit beziehungsweise im dynamischen Sehen liegen“, sagt Schiedsrichterwart Gottschlich. „Noch wichtiger ist, dass wir erfahren haben, wie wir die Defizite durch Training abstellen können.“

Den Kontakt zu „DynamicEye - Institut für Sportvision“ hatte Gerald Glöde, Geschäftsführer des Handball-Verbandes Niedersachsen, hergestellt. Hans-Jürgen Gottschlich: „Die Teilnehmer haben darum gebeten, in Zukunft diese Art der Weiterbildung fortzusetzen und sie allen Verbands-Schiedsrichtern und -Beobachtern zugänglich zu machen.“

Zu den aktuellen Partnern von „DynamicEye“ zählen aktuell der Olympiastützpunkt Rheinland, der 1. FC Köln und der Deutsche Tischtennis Bund. oti