Rückblende Erstsichtung M96 Ruit: „Schon ein anderes Kaliber“

Vor zehn Tagen hatten die Angehörigen des HVN-Kaders M96 ihre Mission DHB-Erstsichtung in Ruit (Baden-Württemberg) abgeschlossen. Ist bei den Spielern selbst langsam wieder der (Trainings-)Alltag eingekehrt, laufen im Trainerduo, neben Landestrainer Klaus-Dieter Petersen HVN-Trainer Stephan Lux, die Auswertungen auf Hochtouren.

HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen (l.) mit DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer.

Vor der Abreise nach Baden-Württemberg hatte Petersen von einer „Standortbestimmung“ gesprochen, die den Verband in Ruit erwarte: „Den Jungs und meinen Trainerkollegen kann die Maßnahme bei der Selbsteinschätzung helfen.“

Stephan Lux zog gestern gegenüber der Redaktion von hvn-online.com Bilanz des viertägigen Auftritts der Niedersachsen in Baden-Würtemberg, sprach von einer „vernünftigen Entscheidung“, in diesem Jahr erstmals der DHB-Sichtung Süd vor der Nordsichtung in Kienbaum Vorrang einzuräumen. „Die Verbände im Süden arbeiten schon mit einem anderen Kaliber. Gehörten wir in Kienbaum oft zu den Favoriten, reichte es in Ruit für das obere Mittelfeld.“

Lux, der seit über zehn Jahren im HVN-Trainerstab tätig ist, spricht unter anderem von einem Mehr an Kontaktzeiten zu den Spielern, über das die Landestrainer der Südverbände im Vergleich verfügen würden. Was sich nicht zuletzt in den individuellen Qualitäten der Athleten widerspiegele.

Abgehoben aus der Masse der etwa 120 Teilnehmer der Sichtungsveranstaltung hätte sich unter anderem Lukas Mertens von der JSG Wilhelmshaven. „Lukas ist der einzige Niedersachse, der ins All Star-Team berufen wurde.“ Beachtung im DHB-Trainerstab habe laut Klaus-Dieter Petersen auch Yannick Löhr von der Eintracht aus Hildesheim gefunden.

Zu den Beobachtern in Ruit zählten neben DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer Bundestrainer Martin Heuberger, Sport-Manager Heiner Brand, DHB-Mentor Wolfgang Sommerfeld und Lehrwart Jens Pfänder. „Da waren viele gute Jungs dabei, mit denen wir in Zukunft intensiv arbeiten werden“, ließ Schwarzer nach Ende der viertägigen Sichtungsmaßnahme via dhb.de verbreiten. Bundestrainer Heuberger: „Es bedarf der Kommunikation zwischen den Landesverbänden, den Heimtrainern und des DHB, um die vielen Talente auf ihrem weiteren Weg bestmöglich zu fördern.“

Hatte Klaus-Dieter Petersen im Vorfeld der DHB-Erstsichtung auf Impulse für die Ausbildungsarbeit im Verband gehofft, nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Gliederungsebene, ist er mit einem ganzen Korb voller Erkenntnisse nach Niedersachsen zurückgekehrt. Bestätigt sind demnach die Vorstellungen, die von den HVN-Landestrainern, neben Petersen Thomas Engler, bereits vor der Sichtung gemeinsam mit Vizepräsidentin Jugend Kathrin Röhlke, dem Leiter des Arbeitskreises Leistungssport, Ekkehard Loest, und Geschäftsführer Gerald Glöde als mögliche Handlungsempfehlungen formuliert worden waren: Eine Intensivierung der Fortbildungsangebote für die Auswahltrainer der Gliederungen des Verbandes und die Trainer der im C- und B-Jugend-Bereich leistungsorientiert arbeitenden Vereine. oti