NHV: „Schiedsrichter werden zu Freiwild"

In einem offenen Brief haben sich Vizepräsident Helmut Wöbke und Schiedsrichterwart Jens Gebler vom Norddeutschen Handballverband (NHV) Anfang Dezember gegen massive Kritik an den Leistungen der Schiedsrichter gewehrt. „Negativer Höhepunkt", so Wöbke und Gebler in diesem Schreiben, „war eine Unterstellung am letzten Wochenende, dass Schiedsrichter absichtlich gegen einen Verein agieren".

Weiter heißt es in dem Brief: „Wir möchten darauf hinweisen, dass eine Kritik in einer Pressekonferenz, die in höchstem Maße unsachlich und schon fast beleidigend war, seitens der Spieltechnik so nicht akzeptiert werden kann. Ein Beispiel vom abgelaufenen Wochenende ist der absolute Negativhöhepunkt.“

Wöbke und Gebler beziehen sich in ihrem offenen Brief auf das „Schiedsrichter- und Beobachter-Info NHV 04 /2009-10". Darin heißt es unter anderem: „Der wichtigste Punkt ist aus unserer Sicht eine erkennbar zunehmende Verrohung der Sitten im Umgang miteinander, der entschieden gemeinsam entgegengetreten werden muss. Da werden Schiedsrichter zum Freiwild für wild gewordene Funktionäre, Zuschauer und Pressevertreter, da wird im Internet anonym die persönliche Integrität von Beteiligten am Spiel in Frage gestellt und Beteiligte, die glauben, sie seien um ihren angeblichen sportlichen Erfolg gebracht worden, vergessen alle Regeln des Anstandes im Umgang miteinander. Das kann so nicht weiter gehen. Wir appellieren an alle Verantwortlichen in den Vereinen, diesen Auswüchsen mit uns zusammen intensiv entgegenzutreten." ob