Mitte Niedersachsen: „Startschuss" in die neue Handball-Region

Die Mitgliedsvereine der noch jungen Handball-Region Mitte Niedersachsen haben am Sonnabend in Sulingen weiter an Stellschrauben für den gemeinsamen Spielbetrieb gedreht. Tom Behrmann, Vorsitzender der Gliederung des Handball-Verbandes Niedersachsen, die sich erst im Januar des Vorjahres aus den Handball-Kreisen Diepholz und Verden gebildet hatte, leitete den außerordentlichen Regionstag. Im Mittelpunkt standen Wahlen zum Spielausschuss.

Tom Behrmann, Vorsitzender der Handball-Region Mitte Niedersachsen (l.), und Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb.

Die Delegierten stellten dem stellvertretenden Vorsitzenden Spieltechnik Helmut Masemann Frank Lehmann als Männerspielwart und Friedhelm Gollnow als Frauenspielwart zur Seite. Lehmann und Gollnow waren bereits als Spieltechniker in der Technischen Kommission des Handball-Kreises Verden tätig. 

Neuer Schiedsrichterwart ist Michael Lehmann. Der bisherige Verdener Schiedsrichterwart Peer Klaasen hatte auf eine Kandidatur verzichtet. 

In das Regionssportgericht beriefen die Delegierten am Sonnabend Rolf Dieter Meding, Walter Behrmann, Uwe Everding, Rainer Schmidt und Dieter Struckmann.

Tom Behrmann mahnte im Gasthaus Thiermann in der Sulinger Ortschaft Klein Lessen eine intensivere Mitarbeit der Mitgliedsvereine aus dem ehemaligen Handball-Kreis Diepholz an. „Diepholz ist in unseren Gremien deutlich unterrepräsentiert. Das kann so nicht weitergehen.“ 

Die Hauptlast liege auf den Schultern von Mitarbeitern der Vereine aus dem Kreis Verden. Etwa im Vorstand: Neben Behrmann und Masemann stammen die stellvertretenden Vorsitzenden Gunda Koslowski-Pieper (Finanzen), Lana Caésar (Bildung und Entwicklung), Peter Mützel (Jugend), Hans Peter Hennig (Recht) und Rolf Meyer (Öffentlichkeitsarbeit) ausnahmslos aus Vereinen aus dem Bereich Verden.

Der Vorsitzende bezeichnete die Veranstaltung in Sulingen als „Startschuss in die eigentliche Region“, der unter anderem durch die Freigabe der neuen Internetpräsenz www.hrm-niedersachsen.de dokumentiert werde.

Befürchtungen, dass es ihm und den Mitarbeitern langweilig werde, habe Behrmann nicht: Die Umstellung der Spielplanorganisation von der Software „sis-handball“ auf „nuLiga“ werde zu Beginn der Spielzeit 2014/2015 abgeschlossen. „Danach werden wir unsere Handlungsmuster überprüfen und etwaige Veränderungen in den Strukturen und Arbeitsabläufen vornehmen. Dazu gehört auch, Einnahmen und Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen.“ Wichtig erscheine, die Kommunikation nach innen und nach außen zu verbessern.

Die Nachwuchsarbeit, insbesondere dabei die Zusammenarbeit mit den Schulen, sei dem Vorstand Herzensangelegenheit. Tom Behrmann  auch mit Blick auf die vakante Position des Schulsportreferenten: „Wenn es uns nicht gelingt, Schlüsselpositionen ehrenamtlich zu besetzen, müssen wir Leute finden, die das gegen Geld machen. Die Kosten tragen die Vereine.“

Alles in allem sei die Handball-Region auf einem guten Weg. Der Vorsitzende fordert die Vereine zum Miteinander auf, nicht zuletzt wohl in Anlehnung an das Programm „Perspektive 2020“ des Deutschen Handballbundes (DHB). Behrmann: „Uns gegenseitig Knüppel zwischen die Beine zu werfen, bringt uns nicht weiter. Wir sind der HVN, wir sind der DHB - wir alle sind Handball.“

Gast des außerordentlichen Regionstages, für den die Abteilung Handball des TuS Sulingen den äußeren Rahmen geschaffen hatte, war Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb. Rauschkolb brachte seine Verbundenheit zum Sport im Allgemeinen und zum Handball im Speziellen zum Ausdruck. „Ich besuche gerne Handballspiele in unserer Edenhalle. Die Atmosphäre die die Sulinger Handballer und ihre Gäste schaffen, ist eine tolle Sache.“ oti