Läpo: HVN-Jungs tanken gegen Schleswig-Holstein Selbstvertrauen – 27:21

Für Stephan Lux liegt das Geheimnis des Erfolges in der Abwehr: Nachdem die Vertretung des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein den HVN-Kader M96/97 während des Vergleichsturnieres im Dezember in Berlin 23:18 bezwungen hatte, behielten die Niedersachsen heute Morgen in Lößnitz bei der Vorrunde zum Länderpokal des Deutschen Handballbundes mit 27:21 die Oberhand – und wahrten sich damit die Chance auf den Einzug in die Endrunde.

Nick Steffen von der JSG Wilhelmshaven.

„In Berlin hatten wir mit einer offensiven 3-2-1-Abwehr gespielt, die Schleswig-Holstein immer wieder hinterlief“, erinnert Lux, der den Kader in Sachsen gemeinsam mit Co-Trainer Nils Bürgel und Landestrainerin Christine Witte betreut. Heute agierte das Team Niedersachsen defensiver – und das mit Erfolg. Komplimente sendet Lux vor allem an Paul Hoppe: „Paul hat im Innenblock verdammt gut gearbeitet.“

Den besseren Start in die Begegnung erwischte Schleswig-Holstein, ging in Spielminute sieben mit 3:1 in Führung. Was folgte, war ein offener Schlagabtausch, bei dem der HVN-Kader schließlich die Oberhand behielt. Niedersachsen glich aus, Jago Mävers brachte den HVN-Kader in der 14. Spielminute das erste Mal in Führung (6:5). Mit einem weiteren Treffer von Mävers und einem Tor von Philipp Warnholtz setzte sich Niedersachsen schließlich auf 8:5 ab. Der Drei-Tore-Vorsprung hielt bis zur Halbzeit (13:10).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Niedersachsen dann ganz die Scheu abgelegt: Tim Alex, Nick Steffen und Lukas Mertens trafen, der HVN-Kader lag in Spielminute 36 mit 22:12 in Front.

In der Folge ließen es die Niedersachsen etwas ruhiger angehen. Fehlwürfe und technische Fehler wurden von Schleswig-Holstein konsequent bestraft, die „Nordlichter“ verkürzten bis zur 45 Spielminute auf 25:20. Jago Mävers und Nick Steffen sorgten dann für den 27:12 Endstand.

„Wir haben in dieser Begegnung von unserer Disziplin gelebt“, sagt Stephan Lux. „Und davon, dass wir auf allen Positionen gleich zweifach gut besetzt sind.“ Pausieren musste etwa ab der 32. Spielminute nach einem Schlag gegen den Kopf Nils Wilken, an dessen Leistungen Cedric Post nahtlos anschloss. Gleiches galt für die Torhüter-Position. Stephan Lux: „Fabian Piatke hat 40 Minuten einen soliden Job gemacht. Tom Landgraf stand dann in den letzten zehn Minuten Fabian in nichts nach.“

Nils Wilken befindet sich auf dem Weg der Besserung: „Ich stand nach dem Schlag etwas neben der Spur“, sagt der Hildesheimer – und fiebert dem Spiel gegen Sachsen entgegen. „Wir sind inzwischen zu einer echten Mannschaft zusammengewachsen. Da spielt jeder für jeden.“ Nick Steffen sieht das ähnlich: „Gegen Schleswig-Holstein haben wir alle gebrannt, wir wollen zeigen, was wir als Mannschaft können.“

Spielort der Vorrunde zum Länderpokal ist die Erzgebirgshalle an der Ringstraße in Lößnitz, Domizil des Zweitligisten EHV Aue. Um 14 Uhr heute treffen die Niedersachsen im nächsten Spiel auf die Auswahl des Handball-Verbandes Sachsen.



Sonntag wird der HVN-Kader um 10 Uhr dann zunächst von Thüringen erwartet und um  14.30 Uhr im letzten Spiel des Vorrunden-Wettbewerbes vom Badischen Handball-Verband.

 oti

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