Ländervergleichsturnier Hoyerswerda: Niedersachsen-Kader in den Endspielen

Die Optimierungskader W97/98 und M96/97 haben sich beim Ländervergleichsturnier in Hoyerswerda für die Endspiele qualifiziert. Während die Mädchen um HVN-Landestrainer Thomas Engler um 12 Uhr auf die Länderauswahl aus Brandenburg treffen, stehen sich im Finale der männlichen Jugend um 12.30 Uhr das Team von HVN-Trainer Stephan Lux und die Auswahlmannschaft des Handball-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern gegenüber.

Zieht in das Endspiel ein: Der HVN-Kader W97/98.

Die HVN-Teams hatten sich jeweils als Zweitplatzierte ihrer Vorrundengruppen für die Halbfinal-Spiele empfohlen. Der Optimierungskader W97/98 bezwang dabei Sachsen mit 15:11, der Optimierungskader M96/97 Sachsen-Anhalt mit 21:18. Zur Belohnung gestatteten HVN-Landestrainer Thomas Engler und HVN-Trainer Stephan Lux den Auswahlspielerinnen und –spielern gestern Abend den Besuch einer „Pulic Viewing“-Veranstaltung anlässlich der Fußball-Europameisterschaft in der Altstadt Hoyerswerdas.

Der Optimierungskader W97/98 hatte sich in den Vorrundenspielen gegen Mecklenburg-Vorpommern mit 28:15 und gegen Thüringen mit 21:12 durchgesetzt, verlor gegen Brandenburg mit 21:12.

Der Optimierungslader M 96/97 gewann gegen Berlin mit 19:14 und gegen Sachsen mit 20:16, hatte allerdings gegen Brandenburg mit 22:25 das Nachsehen.

Mit dem  Turnier in Hoyerswerda, das die Landestrainer Thomas Engler und Klaus-Dieter Petersen neu in die Programmplanung mit aufgenommen hatten, beginnt für die beiden Optimierungskader die „heiße Phase“ der Vorbereitung auf den DHB-Länderpokal 2013. Engler: „Der frühe Termin versetzt uns in die Lage, noch an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen.“

Was laut Stephan Lux auch dringend erforderlich sei. Lux schon am Freitag in Hoyerswerda gegenüber hvn-online.com: „Der Optimierungskader M96/97 steht an diesem Wochenende das erste Mal in dieser Zusammensetzung auf dem Spielfeld. Auch wenn die Jungs ihren Job bisher gut gemacht haben: Bis zur Vorrunde zum Länderpokal im Frühjahr kommenden Jahres gibt es noch eine Menge zu tun.“

Team Niedersachsen M96/97 - Berlin 19:14 (8:8)

Berlin warf das erste Tor der Begegnung und hielt die Niedersachsen bis kurz vor der Halbzeit auf Distanz. Quasi mit dem Halbzeitpfiff (nach 15 gespielten Minuten) glich Jago Mävers per Siebenmeter aus: Halbzeitstand 8:8. Die Hauptstadt-Handballer wirkten körperlich überlegen, die Niedersachsen beweglicher – entschieden nach und nach mehr Eins-gegen-Eins-Situationen für sich.

Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten die Niedersachsen, nahmen das Heft in die Hand und verteidigten den Ein-Tore-Vorsprung bis zur 23. Spielminute. Nick Steffen sorgte dann mit dem 15:13 erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung für das Lux-Team.

Mit Toren unter anderem von Lukas Mertens, Jago Mävers und Nils Wilken setzten sich die Niedersachsen dann auf 18:13 ab. Berlin verkürzte noch mal auf 18:14 – Endstand 19:14.

Team Niedersachsen M96/97 - Sachsen 20:16 (8:6)

Jago Mävers und Paul Hempel übten nach der Begegnung Selbstkritik. Mävers: „Das waren ganz gute Ansätze, in Gänze aber eine zerfahrene Partie.“ Paul Hempel ging ins Detail: „Wir müssen unsere Pass- und Laufwege weiter optimieren. Da fehlt es noch an Zusammenspiel.“

Mit zwei Toren von Steffen Weigel waren die Niedersachsen in die Partie gestartet, setzten sich schnell nach zwei weiteren Treffern auf 4:1 ab. Das Lux-Team schien bereits nach fünf Minuten auf die Siegerstraße eingebogen zu sein, nahm das Tempo zurück, erlaubte sich Unkonzentriertheiten. In der Folge schloss Sachsen in der 15. Spielminute auf 6:7 auf. Mit einem 8:6 für die HVN-Auswahl schickten die Schiedsrichter die Mannschaften in die Kabinen.

Stephan Lux schien während seiner Halbzeitpredigt die richtigen Worte gefunden zu haben. Jago Mävers erhöhte gleich zu Beginn von Spielhälfte zwei per Siebenmeter auf 9:6. Niedersachsen hielt den Gegner fortan auf Distanz. „Wir haben nicht mehr getan, als wir unbedingt mussten“, räumte Paul Hempel nach dem Abpfiff ein. Endstand 20:16.

Team Niedersachsen M96/97 - Brandenburg 22:25 (11:12)

Überlegenheit im Eins-gegen-Eins-Verhalten, eine ansprechende Torhüterleistung auf Seiten der Gegner, mehr Variabilität in den Angriffssituation. „In dem Spiel hat die bessere Mannschaft gewonnen – und das waren eben nicht wir.“ Für HVN-Trainer Stephan Lux ging die Niederlage gegen die Kontrahenten „in Ordnung“. Auf eine Strafpredigt verzichtete Lux. „Die Jungs sind platt, müssen sich auf ihre Kräfte besinnen.“

Bis zur elften Spielminute sah es noch so aus, als ob das Team Niedersachsen an die Erfolge aus den ersten beiden Spielen anschließen könne, führte ständig mit einem oder zwei Toren. Doch dann schwanden die Kräfte. Brandenburg dreht den Spieß um und ging zur Halbzeit mit 12:11 in Führung.

Paul Hempel glich gleich zu Beginn von Spielhälfte zwei  für Niedersachsen aus, doch dann drehten die Brandenburger den Spieß um und setzen sich mit einem Drei-Tore- Vorsprung ab. Ein Vorsprung den sie bis zum Abpfiff verteidigten - 22:25. 

Halbfinale: Team Niedersachsen M96/97 – Sachsen-Anhalt 21:18 (15:6)

„Wenn wir es schon bis ins Halbfinale geschafft haben, dann muss das Finale Pflicht sein.“ HVN-Trainer Stephan Lux muss die richtigen Worte gefunden haben, um die HVN-Auswahl auf die Aufgabe „Sachsen-Anhalt“ vorzubereiten. Jako Mävers und Lukas Mertens gaben gleich zu Beginn der Begegnung den Takt an – die Mannschaft zog mit: Über ein 3:1, ein 6:3 und ein 10:5 zogen die Niedersachsen bis zur zwölften Spielminute auf 12:6 davon. Mit einem Tor von Cedric Post und zwei weiteren Treffern von Lukas Mertens unterstrichen die Niedersachsen die Absicht, die Begegnung nicht mehr aus den Händen zu geben. Halbzeitstand 15:6.

In Spielhälfte zwei musste die HVN-Auswahl dem hohen Tempo der Begegnung Tribut zollen: Sachsen-Anhalt verkürzte zunächst auf 10:16 (20. Spielminute), schließlich auf 14:17 (26.). Durch eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe schwächten sich die Sachsen-Anhaltiner dann selbst. Jago Mävers und Lukas Mertens stellten den Vorsprung dann wieder auf vier Tore her. Sachsen-Anhalt bäumte sich noch mal auf, konnte aber den 21:18-Erfolg der Niedersachsen nicht mehr verhindern.

Team Niedersachsen W97/98 - Mecklenburg-Vorpommern 28:15 (13:8)

Ähnlich zufrieden wie Stepahn Lux mit der Auftaktbegegnung der Jungen gab sich Landestrainer Thomas Engler mit der der Mädchen: Bis zur siebten Spielminute hielt Mecklenburg-Vorpommern mit, dann setzte sich der Zug mit den Niedersachsen an Bord immer schneller in Bewegung. Die Ansage Thomas Englers, aus einer intensiv arbeitenden 3:2:1-Abwehrformation den Gegner zu Fehlern zu zwingen und über die erste und zweite Welle den schnellen Torerfolg zu suchen, ging auf. Zur Halbzeit lagen die Niedersachsen mit 13:8 in Front.

In Halbzeit zwei ließen die Engler-Schützlinge nichts mehr anbrennen, bauten den Vorsprung Tor um Tor aus. Nach 30 Spielminuten stand es 28:15.

Team Niedersachsen W97/98 - Brandenburg 12:21 (6:7)

Ganze acht Minuten sah die HVN-Auswahl W97/98 wie der sichere Sieger der Begegnung aus: Tore von Mieke Düvel, Lisa Borutta und Ina Burgdorff brachten das Team um HVN-Landestrainer Thomas Engler mit 4:2 in Führung. Doch dann griff die kompakt agierende 3:2:1-Anwehr der Brandenburgerinnen. Im Spiel der Niedersachsen schlich sich ein technischer Fehler nach dem anderen ein. Mit 7:6 ging Brandenburg bis zur Halbzeit in Führung.

Was den Niedersachsen fehlte, waren Ideen, sich gegen die immer stärker werdenden Kontrahentinnen durchzusetzen. Fabienne Kohn verkürzte in der 20. Spielminute zwar noch einmal auf 9:10, doch dann setzte sich Brandenburg Tor um Tor ab. In der 28. Spielminute stand es schon 11:19. Schlussendlich gewann Brandenburg die Begegnung mit 21:12. 

Landestrainer Thomas Engler: „Als es darauf ankam, die Begegnung zu drehen, haben wir zu viele leichte Fehler gemacht. Die Brandenburgerinnen kamen immer besser in Spiel. Bei uns war dann die Luft raus.“

Team Niedersachsen W97/98 - Thüringen 21:12 (11:7)

Wiedergutmachung war angesagt: Nach der Niederlage gegen Brandenburg warfen die Niedersachsen alles in die Waagschale, um sich als Gruppenzweite für das Halbfinale zu qualifizieren, gingen gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung. Nach fünf Spielminuten geriet Sand ins Getriebe. Thüringen glich aus (3:3) und hielt schließlich bis zur zehnten Minute (5:5) mit. Dann besannen sich die Engler-Schützlinge ihrer Fähigkeiten und zogen bis zur Halbzeit auf 11:7 davon. 

In der Spielhälfte zwei ließen die Niedersachsen nichts mehr anbrennen, gelangen durch konsequentes Gegenstoßspiel zu einfachen Treffern, hielten Thüringen nicht nur auf Distanz, sondern bauten den Vorsprung Tor um Tor aus. „Vor allem der Rückraum glänzte“, bilanzierte Landestrainer Thomas Engler nach dem Schlusspfiff. Endstand: 21:12.

Halbfinale: Team Niedersachsen W97/98 - Sachsen 21:12 (11:7)

Schon beim 15:11 in der 28. Spielminute riss Landestrainer Thomas Engler die Fäuste in die Höhe und begann mit der Gratulationstour durch die Mannschaft. Die HVN-Auswahl W97/98 ließ im Halbfinale von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Spielerinnen das Finale erreichen wollten.

Das 1:0 für die Niedersachsen markierte Lisa Borutta, danach trafen Borutta und Mieke Düvel im Wechsel. Beim Spielstand von 5:4 in der achten Minute schickten die Schiedsrichterinnen Düvel mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe auf die Bank. Ina Burgdorff und Celine Sperling übernahmen Verantwortung und bauten trotz Unterzahl den Vorsprung auf 9:6 aus (12. Spielminute). Zur Halbzeit stand es 10:7.

Zu Beginn von Spielhälfte zwei schien der Widerstand von Sachsen gebrochen. Die Gegner verkürzten zwar noch einmal auf 8:10, jeweils zwei Tore von Mieke Düvel und Esther Pollex sowie ein Treffer von Ina Burgdorff führten schließlich zum 15:11-Endstand.

Live-Ticker und Bilder

Heute um 9 Uhr werden die Spiele fortgesetzt. Für den Ergebnisdienst hat der Lausitzer Handball Verein Hoyerswerda, neben den Sportclub Hoyerswerda örtlicher Ausrichter des Turniers des Handball-Verbandes Sachsen, auf seiner Internetseite einen Live-Ticker eingerichtet.  oti 

Hier geht es zu den Bildern vom Freitag und Sonnabend.