Länderpokal: HVN-Kader W2000 behauptet sich gegen Bremen mit 32:17

Emma Neumann: „Spiele gegen Bremen haben immer einen besonderen Charakter. Wir kennen uns aus den Vereinen und damit auch aus dem Effeff.“ Die Warnung von Landestrainer Christian Hungerecker beim Länderpokal des Deutschen Handballbundes in Weil im Schönbuch, die Nachbarn nicht zu unterschätzen, kam nicht von ungefähr. Die Angehörigen des HVN-Kaders W2000 nahmen die Warnung an und gewannen ihr drittes Spiel in der Vorrundengruppe C mit 32:17 (15:4).

Annika Fröhlich warf gegen Bremen vier Tore. – Foto: Schlotmann

Die Hoffnungen des Teams Niedersachsen, sich nach der 13:34-Niederlage gegen Sachsen und dem 29:18 gegen Hamburg sowie den doppelten Punktgewinn gegen Bremen noch für einen der beiden ersten Gruppenplätze zu qualifizieren, dürften sich zwischenzeitlich zerschlagen haben. Nach dem Sieg von Schleswig-Holstein über Sachsen müssen die Niedersachsen nicht nur gewinnen, sondern auch so viele Tore werfen, dass sie im direkten Vergleich mit Sachsen und Schleswig-Holstein die Oberhand behielten. „Schwer“, sagt Hungerecker mit Blick auf die Mannschaft, die nach diversen verletzungsbedingten Absagen von Stammspielerinnen durch Talente aus den Jahrgängen 2001 und 2002 aufgefüllt wurde.

Verletzungsbedingt absagen mussten auch Emma Neumann: „Das Zusammenspiel in der Abwehr hat besonders gut geklappt. Die Leistungen der Torhüterinnen waren genauso überragend.“ Im Angriff habe ihr insbesondere das Gegenstoßspiel gefallen. „Alles in allem waren wir heute dominanter als Bremen.“

Landestrainer Hungerecker: „Wichtig war die Konsequenz, die die Mädchen gezeigt haben; gerader in der Defensive in der ersten Halbzeit. Nur vier Gegentore sind ein Zeichen dafür. Das hinten raus die Spannung nachlässt, ist einfach menschlich.“

In Halbzeit zwei setzte der Landestrainer unter anderem auf Mareike Kusian und Mia Lakenmacher (beide Jahrgang 2002). „Und die haben ihre Arbeit sehr gut gemacht“, sagt der Landestrainer. „Mareike hat gut geworfen mit einer guten Quote. Mia hat sich mit ihrer Schnelligkeit immer wieder im Angriff durchgetankt. Das war lohnend für die Zukunft. Diese Erfahrungen kann den beiden niemand mehr nehmen.“

Die Torschützen des HVN-Kaders im Spiel gegen Niedersachsen

Brinkmann (2), Döpke (4),  Fröhlich (4), Germann (2), Heitefuß (3), Hultsch (3), Kusian (4), Lakenmacher (3), Möllmann (1), Niemann (1), Snyders (4), Steffen (1)