Koordinator Völkerding: „Eine interessante Aufgabe…“

Die 100 Tage Schonfrist sind erst Ende März vorbei – Andreas Völkerding sitzt bereits fest im Sattel. Während der Dezember-Sitzung hatte das Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen den 38-Jährigen aus Holdorf zum Koordinator im Arbeitskreis Schiedsrichterwesen berufen. Völkerdings erste Kurzbilanz fällt positiv aus: „Es macht Spaß. Eine interessante Aufgabe…“

Andreas Völkerding, Koordinator im Arbeitskreis Schiedsrichterwesen.

Während der Holdorfer im Beruf als Disponent einer namhaften niedersächsischen Spedition darum kümmert, dass das richtige Gut zur richtigen Zeit am richtigen Ort eintrifft, ist er in seiner Freizeit Herr über die Säule „Schiedsrichter“ im Arbeitskreis Schiedsrichterwesen des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN). Er ist neben Schiedsrichterwart Hans-Jürgen Gottschlich erster Ansprechpartner der knapp 150 Schiedsrichter in den HVN-Kadern eins bis vier, die Woche für Woche in den niedersächsischen Verbands- und Oberligen unterwegs sind.
 
Zum „Kerngeschäft“ des 38-Jährigen gehört die Regelarbeit auf Basis der Informationen des Deutschen Handballbundes, inklusive der Planung und Organisation der Kaderlehrgänge in enger Abstimmung mit dem Referenten für Schiedsrichterausbildung, Hans-Christian van Hoorn. Andreas Völkerding sieht sich in Regelfragen und bei Fragen zur Regelauslegung als Partner der Referees, nicht nur der auf Verbandsebene, sondern auch der auf den Ebenen der Gliederungen. Dass er die Kaderlisten ständig fest im Blick hat, mit der inhaltlichen Betreuung und Auswertung von Regeltests und Hausarbeiten nicht unwesentlich an den Kadereinteilungen mitwirkt, erwähnt er nur am Rande.
 
Selbst hat der ehemalige Schiedsrichter der „Dritten Liga“ (Partner Heiko Franz) die Pfeife mit Ende der Saison 2010/2011 an den sprichwörtlichen Nagel gehängt. „Ich bilde mich zwar selbst ständig weiter, stehe aber nur noch äußerst selten auf dem Spielfeld.“
 
Nein, als Nachfolger des ehemaligen Koordinators im Arbeitskreis, Thorsten Rieckmann, sehe er sich nicht. „Durch die Neustrukturierung des Arbeitskreises haben sich die Aufgaben im Arbeitskreis verschoben.“ Seinen Kollegen im Arbeitskreis bescheinigt der Holdorfer ein Höchstmaß an Professionalität und Engagement.
 
Andreas Völkerding ist Handballer mit Leib und Seele, stand als Achtjähriger das erste Mal für den SV Holdorf auf der Platte, zur Pfeife griff er dann  im Alter von 16 Jahren. Später engagierte er sich unter anderem auch als Lehrwart der Handball-Region Oldenburger Münsterland. Seinem Heimatverein hat er bis dato die Treue gehalten, auch wenn ihn seine Schiedsrichterkarriere später zum TV 01 Bohmte führte.
 
Zum Engagement für den Arbeitskreis Schiedsrichterwesen hatte ihn Hans-Jürgen Gottschlich motiviert. „Als sich abzeichnete, dass Thorsten Rieckmann nicht mehr zur Verfügung steht, rief Jürgen an.“ Nach zwei bis drei Tagen Bedenkzeit und Abstimmung im persönlichen Umfeld („Entscheidungen aus der Hüfte sind nicht mein Ding“) sagte Völkerding schließlich zu.
Die Arbeit im HVN-Schiedsrichterwesen ist ihm nicht ganz neu. „Die kenne ich aus meiner Zeit als Schiedsrichter-Vertrauensmann.“
 
Als Disponent ist er es gewohnt, Ziele klar zu definieren. Sein Ziel als Koordinator im Arbeitskreis Schiedsrichterwesen: „Ich möchte Beiträge dazu leisten, die Kommunikation intern und extern zu optimieren.“ Frei nach dem chinesischen Philosophen Laozi: „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ oti