Kinder-Handball-Olympiade: Glitzer nicht nur für Mädchen

Zufriedene Gesichter bei den örtlichen Ausrichtern, aber genauso bei den Vertretern des Jugendausschusses des Handball-Verbandes Niedersachsen: „Der Neuanfang ist gemacht“, sagt Olaf Denecke, kommissarischer Vizepräsident Jugend des Verbandes. Mit Unterstützung der HSG Letter-Marienwerder um Abteilungsleiterin Britta Scherbanowitz hatte der Verband D- und E-Jugendliche der Jahrgänge 2002 und 2003 beziehungsweise 2004 und 2005 für Sonnabend und Sonntag zur Kinder-Handball-Olympiade in das Leinestadion nach Letter gebeten.

Nach zwei Jahren Abstinenz wagten Jugendausschuss und Scherbanowitz und Co. den Neueinstieg. „Mit Erfolg“, wie Denecke bei der Siegerehrung vor den 150 Teilnehmern aus 15 Mannschaften bilanzierte. Dennoch: „Wir werden das ein oder andere Detail vor einer möglichen Neuauflage in 2016 noch einmal auf den Prüfstand stellen.“ Auf den Prüfstand gehören aus Sicht der Teilnehmer der Kinder-Handball-Olympiade 2015 etwa die Jahrgänge, für die die Veranstaltung ausgeschrieben war. Martin Albrecht vom Hannoverschen SC regt an, die Kinder-Handball-Olympiade für die Jahrgänge der dann jeweils kommenden Saison auszulegen: „Viele Mannschaften aus der vergangenen Saison sind zu diesem Zeitpunkt bereits auseinandergebrochen.“

Probleme bereitete den Veranstaltern des Handball-Verbandes Niedersachsen und der HSG Letter-Marienwerder am Wochenende das Wetter: „Sonnabend war okay“, sagt Olaf Denecke. „Für den Dauerregen am Sonntag kann niemand etwas.“ Kurzerhand verlegten die Organisatoren die Veranstaltung in die Sporthalle, um den Teilnehmern zumindest noch das ein oder andere Spiel anbieten zu können.

Für den Sonnabend hatten die Organisatoren Beachhandball, Kleinfeldhandball und verschiedene Geschicklichkeitsspiele auf die Agenda genommen: „Gummistiefel-Weitwurf, Pedalo-Rennen, Dosen-Werfen, Stelzen-Lauf“, beginnt Britta Scherbanowitz mit der Aufzählung. Krönender Abschluss des ersten Veranstaltungstages war die Kinder-Disco: Vor allem die Glitzer-Tattoos hatten es den Teilnehmern angetan; wohl nicht nur den Mädchen.

Nein, bereut habe die HSG Letter-Marienwerder es nicht, sich um die Ausrichtung zu bewerben. Britta Scherbanowitz: „Auf die Idee waren wir vor drei Jahren in Edemissen gekommen. Damals hatten wir gesagt, dass wir die Veranstaltung auch gerne mal in Letter anbieten wollten. Schon allein das Bild, als die Mannschaften in das Leinestadion einmarschierten, hat für die Mühen entschädigt.“ Maren Kamjunke, die jetzt ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der SG Misburg beendet, hatte Olaf Denecke und die HSG am Wochenende unterstützt: „Das hat wirklich Spaß gemacht.“

Olaf Denecke sagte am Sonntag während der Siegerehrung, dass er dem Jugendausschuss des Verbandes empfehlen werde, an der Veranstaltung festzuhalten. Denecke zeigte sich genauso aufgeschlossen dem gegenüber, die örtliche Ausrichtung erneut an die HSG Letter-Marienwerder zu vergeben. „Die Möglichkeiten, die wir hier vorgefunden haben, sind einfach optimal.“ Britta Scherbanowitz und Mitstreiter scheinen jedenfalls nicht abgeneigt, ihre Hüte noch mal in den Ring zu werfen: „Wenn wir noch einmal dürfen – dann gerne...“ oti

Hier geht es zur Bildergalerie (Fotos: Olaf Denecke).