HVN feiert „Bergfest“ der „Beachhandball-Tournee“

Beachhandball-Referent Olaf Denecke spricht vom „Bergfest“: Mit der Siegerehrung der „Offenen Niedersachsenmeisterschaften“ für Damen- und Herrenmannschaften endete im „VGH-Stadion am Meer“ in Cuxhaven am Sonntag das zweite von vier Turnieren im Rahmen der „HVN-Beachhandball-Tournee 2011“. Denecke: „Alles ist gut gelaufen…“

Szene aus dem Endspiel der Damen.

Litt am Vorwochenende das Jugendturnier unter den Wettbedingungen, hatte Petrus an diesem Wochenende mit den Organisatoren ein Einsehen. „Wir hatten am Wochenende alles, was die Küste zu bieten hat“, sagt Denecke. Wichtig: „Pünktlich zum Finaltag stellten sich hochsommerliche Temperaturen ein. Das stimmt versöhnlich. Die Stimmung während der Finalspiele werte ich mal als Belohnung für unser Team, das sich sieben Monate mit den Vorbereitungen beschäftigt hat.“

Denecke: „Abläufe optimieren"

Dankesworte richtete Denecke gestern noch einmal an seinen Vorgänger Armin Morawe, der sich bereiterklärt hatte, während der „HVN-Beachhandball-Tournee 2011“ die Verantwortung für den Fachbereich „Infrastruktur“ zu übernehmen. „Armin stand mir ständig mit Rat und Tat zur Seite. Für unser Team gilt es, das was in den letzten Jahren gut funktioniert hat, zu festigen, aber auch zu optimieren.“

Ein positives Zwischenfazit der „Beach-Tournee 2011“ zog auch Jochen Kugler, Marketingleiter der Naturheilbad Cuxhaven GmbH: „Wir haben schöne Spiele gesehen; technisch brillant, ohne übertriebene Härte.“ Kugler weiß, wovon er spricht. Seit über zehn Jahren begleitet er die HVN-Beachhandball-Veranstaltungen in Cuxhaven. Die Teilnehmer-Mannschaften seien immer wieder gern gesehene Gäste im Naturheilbad: „Sie helfen uns, zu zeigen, dass Cuxhaven kein angestaubtes Nordseeheilbad ist.“  

„In dubio Prosecco“ und „Sitzhandballgruppe Nord“

Gewinner der „Offenen Niedersachsenmeisterschaften“ im Beachhandball sind „In dubio Prosecco“ (MTV Ashausen / Gehrden, Damen) und die „Sitzhandballgruppe Nord“ (HSG Nordhorn, Herren). Über 200 Begegnungen waren Sonnabend und Sonntag den Endspielen im „VGH-Stadion am Meer“ vorausgegangen.
 
„In dubio Prosecco“ hatte sich im Endspiel gegen die „Beachcombers Bremen“ (TV Oyten / TSV Morsum) durchgesetzt, die „Sitzhandballgruppe Nord“ gegen „Professor Dr. Fummel und seine kranken Doktoren“ (MTV Großenheidorn).  

160 Liter Kaffee

Die Aktiven waren Sonntagmorgen gut gestärkt in die Endrunde gestartet: 160 Liter Kaffee, unzählige Liter Rührei – Gerd Neuber, „Meisterbäcker“ aus Altenwalde, kümmerte sich um die Versorgung der an die 1 000 Aktiven. Johanna Lang: „Das Frühstück ist echt super… Donuts, Obst, Quarkbällchen, alles was das Herz begehrt.“

Gerd Neuber ließ es sich nicht nehmen, die Betreuung „seiner Gäste“ selbst sicherzustellen. Hier ein nettes Wort, dort gab es eine Kirsche oder eine Leckmuschel als Dreingabe. „Ich bin glücklich“, flirtete Natalie Netz vom TSV Anderten mit dem „Meisterbäcker“.

14 Schiedsrichter auf elf Feldern

14 Schiedsrichter leiteten die Partien auf dem Center-Court im „VGH-Stadion am Meer“ und den zehn Nebenplätzen. Olaf Denecke: „Höchstleistung. Vor allem, weil wir an beiden Tagen im Zeitplan geblieben sind – ohne Stress zu machen.“

Zum Schiedsrichterteam um Obmann Matze Brachmann zählte auch HVN-Jugendsprecher Keno Adolph: „Das ist spaßig“, sagt der 18-Jährige aus Schortens am Sonnabend. „Die Stimmung ist 1A. Nur das Wetter könnte besser sein.“

Steven Schäfer vom SV Aue Liebenau sieht das genauso: „Mit dem Wetter muss man leben. Wir sind hier, um Handball zu spielen – und Spaß zu haben.“

Anreise schon am Freitag

Für die Sicherheit der knapp 1 000 Aktiven sorgten die DRK-Bereitschaft Cuxhaven und das Jugendrotkreuz. Simon Meyer spricht von 15 „kleineren Verletzungen“, die im Sanitätscontainer behandelt werden mussten. „Hier eine Schnittwunde, dort eine Prellung“, berichtet Eike Gülden vom Jugendrotkreuz. Am Vor-Wochenende während des Jugendturniers hatten die Rot-Kreuzler 40 Patienten in ihrem provisorischen Behandlungsraum empfangen.  

Das Gros der Aktiven war bereits am Freitag angereist: Um 14 Uhr wollte HVN-Bildungsreferentin Katja Klein die Türen zur Anmeldung öffnen. Schon um 12.15 Uhr klopften die ersten Mannschaftsverantwortlichen an die Tür des Bürocontainers.

Langhans: „Die Gäste sind gut gelaunt"

Ulivia Ullrich von den „Schlümpfen“, eine Vertretung des HSG Lesum / St. Magnus, war als Vorhut der 15 Kopf starken Damenmannschaft nach Cuxhaven gereist, gab als erste ihre Meldeliste an der Anmeldung ab.

Der sonst übliche Ansturm am frühen Nachmittag des Freitags blieb aus. Olaf Denecke, Referent für Beachhandball des Handball-Verbandes Niedersachsen: „Das beobachten wir schon seit längerem bei den Turnieren für Damen und Herren. Die meisten Mannschaften fahren erst mittags los, kommen dann auch erst am späten Nachmittag beziehungsweise am frühen Abend in Cuxhaven an.“

Parkplatzeinweiser Paul Langhans nahm das gelassen: „Die meisten Gäste sind gut gelaunt.“ Probleme bereiten dem Cuxhavener lediglich die Ressourcen. „Wir haben 80 Parkplätze zur Verfügung. Bei 83 Mannschaften, wird es mehr als eng. Schade, dass nicht jeder Verständnis dafür hat, dass wir nicht mehr als einen Wagen pro Team auf die Parkflächen fahren lassen können.“

„Einer muss ja unser Tasche schleppen“

Zu den „Spätankömmlingen“ gehören die „Mädels“ der HSG Letter-Marienwerder. Die Aktiven aus der Region Hannover waren per Bahn angereist. Ihren Betreuer Patrick Giesecke hatten die „Mädels“ auf vier Rädern vorweggeschickt. „Einer muss ja unser Tasche schleppen“, erklärte Maike Wagenlander. Vanessa Scherbanowitz: „Wir Frauen reisen alle mit leichtem Gepäck. Aber nicht weitersagen. Alles was in Cuxhaven passiert, bleibt hier.“

Während die Mannschaften sich auf dem Zeltplatz zwischen Deich und Nordseestrand häuslich einrichteten, erstellte Spielleiter Ralf Müller die Vorabspielpläne.

Olaf Denecke forderte während der Technischen Besprechung die Mannschaftsverantwortlichen auf, auf die Gäste des Kurheilbades Rücksicht zu nehmen. „Wir wollen auch in den nächsten Jahren in Cuxhaven Beachhandball spielen.“

Glücksfeen von „Cux Du Reloaded“

Als Glücksfeen betätigten sich während der Gruppenauslosung Kathleen Görlitz und Mareike Kohlmeier (beide „Cux Du Reloaded“). „Wir haben uns selbst ´ne Hammergruppe eingebrockt“, kommentierten die beiden Nachwuchs-Handballerinnen unisono.  

Die ersten Vorrundenspiele wurden Sonnabend um 10 Uhr angepfiffen. Um 21 Uhr begann die „Players-Party“ im Festzelt am Nordseestrand. Anpfiff zu den Finalrunden war am Sonntag um 10 Uhr. Die Siegerehrung nahmen Olaf Denecke und HVN-Bildungsreferentin Katja Klein vor. oti

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