HSC gegen Gehörlose: „Mehr als nur ein Freundschaftsspiel“

Die Begegnung der I. Herren des Hannoverschen SC am Freitag in der Karl-Laue-Halle auf dem Gelände des Sporthotels Fuchsbachtal in Barsinghausen gegen die Handball-Nationalmannschaft des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes endete 30:28. Das Ergebnis mutierte für HSC-Spartenleiter Andreas Multhaupt zur Nebensache: „Das war mehr als nur ein Freundschaftsspiel.“

Vertreter des HSC und der Gehörlosen-Nationalmannschaft.

Bis einschließlich Sonntag hatten sich die Aktiven der Gehörlosen-Mannschaft in Barsinghausen auf die Handball-Europameisterschaften der Gehörlosen in Italien (14 bis 21. April) vorbereitet.

Vor der Begegnung hatten die Gäste bereits mehrere Trainingseinheiten mit Laufprogramm absolviert. „Nach einem ersten Abtasten wurde beiden Mannschaften schnell klar, dass nur mit schnellem Spiel und guten Übergängen die jeweiligen Abwehrreihen zu bezwingen waren“, berichtet Multhaupt. Zur Halbzeit stand es 15:13 für die Nationalmannschaft. In der zweiten Spielhälfte konnte sich bis zur 45. Minute keine Mannschaft richtig absetzen. Dann schwanden den Gehörlosen die Kräfte. Der HSC setzte sich am Ende mit 30:28 durch.

Den Kontakt zu den Hannoveranern hatte Norbert Hensen, Handballbeauftragter des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes, eingefädelt.

Geleitet wurde die Begegnung vom Jugend-Bundesliga-Gespann Hauke Schneider und Thore Poguntke. Hilfsmittel zur Kenntlichmachung der Schiedsrichterentscheidung wurden nicht benötigt, „da auch im Gehörlosen-Handballsport die üblichen international vorgegebenen Handzeichen der Schiedsrichter ausreichen“, erklärte Multhaupt.

Laut Mitteilung des HSC-Vorsitzenden werde man den Kontakt zum Gehörlosen-Sportverband halten. „Wir haben vereinbart, dass, wenn die Nationalmannschaft wieder einmal in die Nähe kommt, wir uns wieder zu einem Freundschaftsspiel treffen.“ oti / PM Hannoverscher SC