Handball in Niedersachsen Schwerpunktsportart

Die Tinte unter der formellen Kooperationsvereinbarung ist noch nicht ganz trocken: Im Beisein von Wolfgang Ullrich, dem Präsidenten des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN), und HVN-Geschäftsführer Gerald Glöde haben Mittwoch Reinhard Rawe, Direktor des Landessportbundes Niedersachsen, und Bob Hanning, Vize-Präsident Leistungssport des Deutschen Handballbundes, die Dokumente unterzeichnet, die Handball im Zuständigkeitsbereich des Landessportbundes Niedersachsen zukünftig als Schwerpunktsportart ausweisen.

Reinhard Rawe, Bob Hanning und Wolfgang Ullrich (v.l.) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in Hannover.

„Ergebnisse kontinuierlicher Arbeit unserer Mitarbeiter im Bereich der Leistungsförderung“, sagt Gerald Glöde mit Blick auf das Regionalkonzept, das die Landestrainer Christine Witte und Christian Hungerecker mit dem Antrag über den Deutschen Handballbund an den Deutschen Olympischen Sportbund auf den Weg gebracht hatten.

Wesentliche Bestandteile des Konzeptes sind unter anderem die Förderstrukturen des Verbandes, angefangen bei den Talentsichtungen der Gliederungen bis zur Vorstellung der Kader-Athleten während des Länderpokals des Deutschen Handballbundes, angefangen bei den Stützpunktsystemen bis zur Qualifikation der einzelnen Auswahltrainer.

Befristet ist die Anerkennung durch den Deutschen Olympischen Sportbund zunächst bis zum Jahr 2016. Die Landestrainer Christine Witte und Christian Hungerecker sprechen von einer Vielzahl von Annehmlichkeiten, in deren Genuss die Kader-Athleten des Verbandes gelangen würden, etwa durch die Nutzung der Angebote des Olympiastützpunktes Niedersachsen.

HVN-Präsident Wolfgang Ullrich bezeichnet die Zuweisung des Status „Schwerpunktsportart“ als „großen Schritt nach vorn“, als „Auszeichnung und Verpflichtung“ zugleich: „Mit dem Status im Rücken müssen wir auch an anderen Standorten das ein oder andere anschieben, was in Hannover mit Internatsunterstützung schon funktioniert.“ Ullrich plant mittelfristig ein Treffen mit Vertretern der niedersächsischen Erst-, Zweit- und Drittligisten: „Wenn man Talente voran bringen will, muss man nach vorne gucken.“ oti