Handball in die Schule – Köhler bereist die Gliederungen

Was Achim Haupt, Vizepräsident Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen, und Gerd Köhler für den Arbeitskreis Schule bereits während der letzten Sitzung des Jugendausschusses angekündigt hatten, wird jetzt in die Tat umgesetzt. Köhler steht ab sofort für Lehrerfortbildungen in den Gliederungen zur Verfügung. „Immer wieder mittwochs“, sagt Achim Haupt.

Mit Lehrerfortbildungen will der HVN die Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen stärken.

Gerd Köhler: „Wir wollen den Lehrerkollegen helfen, die Schüler mit Spiel und Spaß von Anfang an für Handball zu begeistern.“

Demnach sind die Fortbildungen in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert. In der knapp 30-minütigen Theorieeinheit geht der Pädagoge auf das veränderte Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen ein und leitet daraus mögliche Konsequenzen für den Schulsport, aber auch Chancen für den Handballsport ab.

Im dreieinhalbstündigen Praxisteil demonstriert der Handball-Lehrer, wie man die Bewegungsfreude der Kinder weckt, wie Körperwahrnehmungen entwickelt und athletische Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Köhler spricht von allgemeiner und spielspezifischer Koordination sowie Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft. „Wichtig ist, dass die Kinder durch Prellen, Fangen und Werfen Ballerfahrungen sammeln und dabei Spielverständnis entwickeln.“

Der Handballlehrer empfiehlt, zu den Fortbildungen in zwei oder drei Blöcken im Vierteljahresrhythmus einzuladen, „um die umfangreiche Thematik aufzunehmen, anzuwenden und anschließend  auf höherem Level zu vertiefen“.

Die Voraussetzungen, die die Gliederungen oder Vereine als örtliche Ausrichter für die Fortbildungen zu schaffen haben, halten sich im Rahmen. „Wir benötigen einen Schulungsraum und eine Sporthalle; auch ein Drittelsegment oder eine Kleinstsporthalle würde reichen“, sagt Köhler. „Und etwa 12 bis 20 Schüler.“

Grundsätzlich seien drei bis vier Zeitstunden für die Weiterbildungen anzusetzen – mit mindestens 15 und höchstens 30 Teilnehmern. Letztere sollten nach Auffassung des Handballlehrers selbst aktiv am Praxisteil teilnehmen.

Die Gebühren, die von den Gliederungen zu tragen sind und gegebenenfalls über Teilnehmerbeiträge refinanziert werden können, entsprechen den im Handball-Verband Niedersachsen üblichen Sätzen für die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern. Köhler: „Bei Bedarf kann ein Lehrgangsscript und zusätzlich die HVN-DVD ‚Handball in die Schule‘ abgefordert werden.“

Für Terminabsprachen und Rückfragen steht Gerd Köhler per E-Mail zur Verfügung. oti