Erstsichtung M98: Erfolgreiche Premiere beim TSV Ganderkesee

Detlef Heinze wirkte entspannt, zufrieden: Der TSV Ganderkesee feierte am Wochenende mit der Ausrichtung der Erstsichtung Premiere. 15 Gliederungen des Handball-Verbandes Niedersachsen hatten Talente des Jahrgangs M98 in elf Mannschaften zu der Veranstaltung entsandt. Landestrainer Klaus-Dieter Petersen forderte die Nachwuchshandballer während der Abschlussbesprechung am Sonntag auf, weiter an sich zu arbeiten. „Auch wer heute nicht den Sprung in eine Auswahl geschafft hat, kann sich immer noch über seinen Verein empfehlen.“

Sichtungsspiele des Jahrgangs M98 in Ganderkesee.

8Die Entscheidung, die Ausrichtung der Sichtungsveranstaltung, nachdem der ursprünglich angedachte Sichtungsort Emmerthal nicht zur Verfügung stand, nach Ganderkesee zu vergeben, habe sich als richtig herausgestellt, sagte Petersen. „Da blieb kaum ein Wunsch offen.“

Laut Heinze, selbst Mitarbeiter der Leistungsförderung der Handball-Region Oldenburg, waren am Wochenende an die 30 Helfer im Einsatz, die die Talente betreuten. Engagement, das auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas nicht verborgen blieb. Die Hauptverwaltungsbeamtin informierte sich vor Ort über Ablauf und Inhalte der Veranstaltung.

Bereits am Freitag hatte die Crew des TSV mit dem Aufbau der Stationen begonnen, „damit gleich am Sonnabendmittag mit den Tests alles klappt“. Klaus-Dieter Petersen sprach dann auch am Sonntagmittag von einem reibungslosen Ablauf. „Dass wie in Dinklage keine Schiedsrichter angetreten sind, dafür können wir und der örtliche Veranstalter nichts.“

Neben dem Landestrainer nahmen die HVN-Trainer Ludger Emke, Stephan Schneider und Jürgen Warnholz an den Sichtertischen Platz. Stephan Schneider hat während der zweitägigen Sichtungsveranstaltung vor allem Optimierungsbedarf im Abwehrverhalten eins gegen eins ausgemacht, lobte das „Fair Play“ der Teilnehmer der Sichtungsveranstaltung. „Im Zweifelsfall wird die Hand auch mal weggenommen. Ein großer Pluspunkt.“ Jürgen Warnholz sprach von einer „super Atmosphäre“ in Ganderkesee mit „spannenden Spielen“. „Man sieht deutlich, dass die Gliederungen wollen. Als Verband müssen wir uns ständig überlegen, wie und wo wir unterstützen können.“ Gegebenenfalls auch in Zusammenarbeit mit dem Ressort Bildung und Entwicklung. HVN-Bildungsreferent Volker Uecker zählte am Sonnabend zu den Zaungästen der Sichtungsveranstaltung. Namen von möglich gesichteten Spielern fielen gestern nur am Rande. Ludger Emke: „Im April soll zu weitergehenden Sichtungslehrgängen im Juni eingeladen werden.“

Ob die Namen von Martin Balschuweit und Reik Hornig dann mit auf der Einaldungsliste stehen, ist offen. Die beiden Nachwuchs-Handballer waren mit der Auswahl der Handball-Region Südostniedersachsen nach Ganderkesee gereist. Martin Balschuweit: „Zunächst waren wir etwas angespannt, das hat sich hier aber dann schnell gelegt. Ich bin motiviert hergekommen – und fahre mit noch mehr Motivation wieder nach Hause.“ Reik Hornig: „Das waren interessante Spiele.“ Ein dickes Lob hat er für die örtlichen Ausrichter parat: „Das war alles prima. Vor allem das Essen…“

Detlef Heinze wird das gerne vernommen haben, gab das Lob zum Teil an den Caterer (Landküche Stenum) weiter. „Für nächstes Jahr werden wir uns auf jeden Fall wieder um die Ausrichtung bewerben. oti

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