Erstgespräch Integration zwischen LSB und HVN

Dieter Hunstock (Vizepräsident Bildung des Handball-Verbandes Niedersachsen), Sarah Borchers (Referentin Mitgliederentwicklung) und Jan Friedrich (Bildungsreferent Lehre) kamen jetzt beim Landessportbund Niedersachsen in Hannover mit Experten des Programms „Integration durch Sport“ zusammen, um über mögliche Handlungsideen zu diskutieren. Programmleiter Robert Gräfe und Referentin Stefanie Kosik gaben einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Bundesprogramms. Gefördert durch das Innenministerium und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge richte sich das Programm vornehmlich an Menschen mit Migrationshintergrund. Genauso liege der Fokus jedoch auf bislang im Sport unterrepräsentierten Gruppen, wie Mädchen und Frauen, Ältere und sozial Benachteiligte.

Sarah Borchers, Dieter Hunstock und Jan Friedrich sprechen mit dem LSB über "Integration durch Sport". - Foto: LSB

„Es gibt in Niedersachsen bereits viele Vereine, die sich dem Thema Integration geöffnet haben, aber vor allem der Handball hat hier noch einiges aufzuholen“, sagt Sarah Borchers. Laut Jan Friedrich müsse man sich jetzt auf die Suche nach Handballvereinen machen, in denen Integration bereits gelebt wird. „Der Austausch mit den Vertretern des Landessportbundes war sehr konstruktiv“, betont der Bildungsreferent. Der Handball-Verband Niedersachsen könne auf Vermittlung durch den LSB von den Erfahrungen anderer Landesfachverbände profitieren. Als konkrete Maßnahme nennt Friedrich einen ersten Impulsworkshop „Fit für die Vielfalt“, der möglichst bald auch in den Vereinen und Regionen durchgeführt werden soll.

1989 unter dem Namen „Sport für alle – Sport mit Aussiedlern“ gegründet, ist das Programm seit 2002 unter dem Namen „Integration durch Sport“ bekannt und wurde ab dem Jahr 2015 auch für Flüchtlinge geöffnet. In den vergangenen Jahren standen für das Programm jährlich ca. 11,4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Unterstützung dieser Fördermittel möchten Sarah Borchers und Jan Friedrich weitere Integrationsprojekte in Vereinen anstoßen, die auch von anderen Interessierten übernommen werden könnten.