Entscheidung gefällt – Kein weiterer Zweitligahandball beim VfL Wolfsburg

In den vergangenen Tagen wurde viel über die Zukunft des Zweitligahandballs im VfL Wolfsburg spekuliert. Am Freitagvormittag ist nun die wegweisende Sitzung des VfL Präsidiums über die Bühne gegangen. Das Präsidium um Präsident Prof. Dr. Peter Haase entschied sich einstimmig für einen Neuaufbau.

Damit endet am Ende der Saison vorerst die Erfolgsgeschichte der 1. Damen des VfL.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber für uns konnte es nur das Votum gegen die zweite Liga geben“, so Haase zum Präsidiumsbeschluss. „Die Entscheidung für oder wider dem Zweitligahandball im VfL durfte nicht von der sportlichen Situation alleine abhängig gemacht werden, sondern wurde in der Gesamtheit von uns betrachtet“, erläutert Haase den Entscheidungsweg.

Die finanzielle Unsicherheit ist für den Verein nicht mehr zu kalkulieren und könnte bei einem Verbleib in der zweiten Liga Folgewirkungen auf den gesamten Verein haben. „Als Präsidium haben wir eine Verantwortung für alle 28 Abteilungen des Vereins“, stellt Haase die Wichtigkeit dieser Entscheidung zum Wohle des Vereins in den Vordergrund.

Die Enttäuschung auf Seiten der Handball-Verantwortlichen ist nach Mitteilung der Entscheidung verständlicherweise groß gewesen, haben sie doch über Jahre viel Herzblut in die Aufgabe gesteckt. „Trotz dieser für uns bitteren Entscheidung haben wir diese zu akzeptieren und zu respektieren“, drückt der ehemalige Abteilungsleiter André Biagioli die Stimmungslage aus.

Das Votum des Präsidiums bedeutet auch, dass es neben der Nichtbeantragung der Lizenz für die zweite Liga auch keinen Drittligahandball in Wolfsburg geben wird. „Wir möchten die Chance zu einem kompletten Neuaufbau nutzen und planen daher höchstens mit der Oberliga“, so Präsident Haase. Wie dieser Neuaufbau in der Praxis aussehen wird, werden nun die nächsten Wochen intensiver Gespräche zwischen der Abteilung Handball, dem Präsidium und der Geschäftsführung des Vereins zeigen. Es gilt eine Strategie zu entwickeln, mit der sich alle Beteiligten gleichsam identifizieren können.

Die Mannschaft um Trainer Roland Friebe spielt nach dieser Entscheidung um die eigene, persönliche Zukunft. „Wir sind überzeugt davon, dass unsere Mannschaft mit der Entscheidung genauso professionell umgehen wird, wie mit den sowieso schon sehr unruhigen letzten Wochen“, ist Präsident Prof. Dr. Peter Haase von einem ordentlichen Abschied aus der zweiten Liga überzeugt.  PM VFL Wolfsburg