Elbe-Masters in Winsen: Pfingsten 2013 die Neuauflage

Keine zweite Mannschaft verkörpert die Kombination zwischen Spitzen- und Breitensport beim Famila Elbe-Masters in Winsen (Luhe) derart eng wie die weibliche A-Jugend der SG Todesfelde/Leezen. Einerseits hat das Team aus dem Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein in den vergangenen Wochen mit dem Einzug ins Final-Four-Turnier um die deutsche Jugendmeisterschaft (am kommenden Wochenende in Blomberg) bereits den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagt Trainerin Jennifer Holzhäuser (links) über den dritten Platz der weiblichen B-Jugend der HG Winsen.

Andererseits wollte sich der Seriensieger die Teilnahme an der zwölften Auflage des internationalen Jugendhandballturniers in der Kreisstadt an Luhe und Elbe nicht nehmen lassen. „Das ist halt das Lieblingsturnier der Mädchen“, sagt Trainerin Gabi Nemeth, „viel Spaß und gute Stimmung sind auch wichtig für den Erfolg.“ Zumindest in Winsen erklomm die Mannschaft um Junioren-Nationalspielerin Franziska Haupt, die zur neuen Saison zum Handball-Zweitligisten SGH Rosengarten-Buchholz in den Landkreis Harburg wechselt, mühelos den Olymp.Im Halbfinale räumte Todesfelde die gastgebende HG Winsen mit 9:6 aus dem Weg, im Endspiel hatte die JSG Untermain aus Südhessen beim 12:15 keine Chance gegen den Titelverteidiger. So gab es bei der Siegerehrung den größten Pokal und mehrere Sachpreise aus den Händen von Elbe-Masters-Hauptorganisator Malte Staiger und Nico Schönfeld, dem Vertreter des langjährigen Titelsponsors Famila aus Winsen.

Erneut eine wichtige Rolle unter den 65 Mannschaften mit 800 Nachwuchshandballern, die sich drei Spieltage lang 173 Spiele lieferten, nahm die weiblichen Jugend der HG Winsen ein. Rang vier belegte die gerade erst in die Oberliga Niedersachsen zurückgekehrte weibliche A-Jugend.

Rang drei feierte bei ihrem letzten Auftritt die weibliche B-Jugend, die mangels Spielerinnen in der kommenden Spielzeit nicht gemeldet wird.

Etwas überraschend sogar das große Finale erreichte die weibliche C-Jugend um Trainer Thorben Michel. Im hochdramatischen Halbfinale hatte sich der Regionsmeister dank der Paraden von Torhüterin Alina Prüfer im Siebenmeterwerfen gegen VfL Eintracht Mettingen durchgesetzt. Im Endspiel war die SG Findorff-Bremen, gegen die die Winsener C-Mädels schon in der Vorrunde verloren hatten, beim 4:7 erneut einen Tick stärker.

Ein schöner Erfolg ist auch der dritte Platz für die männliche D-Jugend der HG Winsen. Bei der Turnierpremiere dieser Altersklasse, in den ersten elf Jahren war jeweils nur die A- bis C-Jugend ausgeschrieben gewesen, holte ULA Varena aus Litauen den Siegerpokal durch einen 10:8-Finalerfolg gegen den HSV-Handball aus Hamburg. Der Nachwuchs des deutschen Handballmeisters von 2011 gastierte erstmals beim Famila Elbe-Masters.

In der männlichen B-Jugend agierte die mit Jugend-Nationalspieler Timo Kastening angereiste TSV Hannover-Burgdorf, sie war in der DM-Vorrunde gegen TV Großwallstadt ausgeschieden, in einer eigenen Liga.

Das hochklassigste Endspiel bot sich den 400 Fans in der Sporthalle Winarena zum krönenden Abschluss in der männlichen Jugend A. Mit energischem Schlussspurt setzte sich die TSF Heuchelheim mit 11:9 gegen HV Univé Achilles aus den Niederlanden durch.

Das internationale Flair des Jugendturniers unterstrichen Teams aus Dänemark und Polen sowie Schiedsrichter aus Dänemark. Drei Tage lang zog das große Familientreffen der Elbe-Masters-Gemeinde das Schulzentrum Bürgerweide in seinen Bann. An den Pfingstfeiertagen 2013 wird es natürlich eine Neuauflage geben. PM Jugend-Handballturnier-Verein Winsen