DM in Leipzig: Badenstedt findet ins Spiel zurück - Sonntag Finale

Die HSG Badenstedt ist dem Traum vom Titel ein großes Stück näher gekommen: Die weibliche A-Jugend sicherte sich Samstagnachmittag in Leipzig mit einem 29:26 (14:12) gegen den Thüringer HC den Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Anpfiff der Begegnung gegen TSV Bayer 04 Leverkusen ist am Sonntag um 12.30 Uhr im Zuge des Endspieltages des DHB-Pokals der Frauen in der Arena Leipzig.

Leonie Neuendorf von der HSG Badenstedt. Foto: Düvel

Als beste Spielerin der Begegnung wurde von der HSG Leonie Neuendorf, vom Thüringer HC Larissa Platen gekürt. Die Auszeichnungen übergaben die DHB-Vize-Präsidenten Georg Clarke und Andreas Michelmann.

Die gut 100 mitgereisten Fans der HSG Badenstedt mussten lange warten, bis sie auf der Tribüne feiern konnten. Sechs Minuten vor Spielende hatte Thüringens Chlara Bolze zum 25:25 ausgeglichen - und das, obwohl die HSG lange wie die sichere Siegerin der Begegnung aussah. Zwei Tore von Lena Seehausen sowie jeweils ein Treffer von Mieke Düvel und Leonie Neuendorf brachten die Niedersachsen in der Schlussphase zurück ins Spiel.

Die HSG war mit leichten Unsicherheiten in das Halbfinale gestartet. Saskia Rast scheiterte im ersten Angriff an Thüringens Torhüterin Dinah Eckerle. Thüringen nutzte den Gegenstoß zum 1:0. Leonie Neuendorf glich im Gegenzug aus. Ein Tor von Rast bescherte den Niedersachsen dann in Spielminute sechs das erste Mal die Führung (3:2).

Torhüterin Marnie Schieholz kam immer besser ins Spiel,  gab den in der Abwehr überwiegend defensiv agierenden Badenstedterinnen Rückhalt. Ein Treffer von Tina Wagenlander und zwei von Leonie Neuendorf: Niedersachsen lag das erste Mal mit drei Toren in Front (8:5).

Den Vorsprung auszubauen misslang den Schützlingen von HSG-Trainer Thomas Löw. 14:12 stand es beim Halbzeitpfiff der Unparteiischen Tanja Schilhaund Maike Schilha.  

Das erste Tor in Halbzeit zwei warf Kathrin Pichlmeier für die HSG (15:12). Thüringen ließ sich von den Niedersachsen nicht abschütteln. Im Gegenteil: Fehlwürfe der Badenstedterinnen wurden konsequent über die erste und zweite Welle bestraft. Victoria Gramma verkürzte für Thüringen in der 40. Spielminute auf 17:18, Larissa Platen erzielte dann den 19:19-Ausgleich. Badenstedt setzte sich zwar noch einmal auf einen Zwei-Tore-Vorsprung ab, der HC blieb dran - und warf sechs Minuten vor Spielende den erneuten Ausgleich (25:25). Die verbleibende Spielzeit reichten den Niedersachsen dann, die Begegnung doch noch nach Hause zu bringen.

„Ein Kompliment an meine Mannschaft", erklärte Thüringens Coach Wolfgang Mosebach trotz der Niederlage. „Wir mussten schnell wechseln und haben als jüngste Mannschaft hier gut mitgehalten. Vielleicht war am Ende auch der unglückliche Kopftreffer gegen Eckerle der Knackpunkt.“ Sehr zufrieden, bilanzierte auch Thomas Löw: „In einem Final4 trifft man immer auf schwere Gegner, das hat man auch heute gesehen. Wir konnten uns nicht richtig absetzen. Am Ende aber ging unsere Taktik auf und das freut mich für die Mädels riesig."

Badenstedts Finalgegner Bayer Leverkusen hatte sich für das Finale mit einem 29:24 gegen die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV empfohlen. oti