DHB-Bundestag: Gremmel bleibt im Amt - Ehrung für Petersen

Die Delegierten des Handball-Verbandes Niedersachsen haben am Sonntag mit gemischten Gefühlen die Rückreise vom DHB-Bundestag in Wiesbaden angetreten. Präsident Wolfgang Ullrich: „Positiv ist zu bewerten, dass wir am Rande des Bundestages die Verlängerung des Grundlagenvertrages mit der Toyota-Handball-Bundesliga auf den Weg bringen konnten.“ Die vom DHB-Präsidium angestrebten strukturellen Veränderungen im Verband selbst bleiben vorerst aus.

Wolfgang Gremmel (l.) und Ulrich Strombach.

Noch am Vorabend der Delegiertenversammlung hatten sich die Vertreter der Landesverbände, der Ligaverbände und die Präsidialen des Bundesverbandes auf eine Vertagung der Strukturreform geeinigt und kündigen gemeinsam den Abschluss der vorbereitenden Beratungen für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2013 an. „Ein Kompromiss“, erklärt Wolfgang Ullrich. „Ursprünglich hatte das Gros der Landes- und Regionalverbände eine Neuauflage des Bundestages für 2012 angestrebt. Wir wollten zum einen vermeiden, dass strukturelle Veränderungen mit heißer Nadel gestrickt werden, diese aber auch nicht auf die lange Bank schieben.“

Dass die Neuordnung der Geschäftsfelder und damit der Arbeitsstrukturen im Präsidium des DHB jetzt ein weiteres Jahr auf sich warten lassen werden, ist dem Vernehmen nach dem Wunsch der Mitglieder des Präsidiums geschuldet. Fraglich war am Wochenende in Wiesbaden, ob sich der bisherige und neue DHB-Präsident Ulrich Strombach und Mitstreiter für eine Amtsperiode von nur zwölf Monaten für eine erneute Kandidatur zur Verfügung gestellt hätten.

104 der 107 bei den Wahlgängen anwesenden Delegierten sprachen sich für eine Wiederwahl des 67-jährigen Juristen aus Gummersbach aus. Strombach nach der Wahl: „Arbeitsschwerpunkt für die kommenden zwei Jahre ist die Erarbeitung einer neuen Satzung unseres Verbandes aus einem Guss. Wir hoffen dabei auf die intensive Mitarbeit der Regional-, Landes- und Ligaverbände.“

HVN-Vizepräsident Wolfgang Gremmel wurde einstimmig in der Funktion des Vizepräsidenten Finanzen des Bundesverbandes bestätigt. Uneingeschränktes Vertrauen sprachen die Delegierten genauso Horst Bredemeier (Vizepräsident Leistungssport) aus. Die Position des Vizepräsidenten Recht blieb zunächst vakant, wurde erst am Ende des Verbandstages nach erneutem Aufruf des Tagesordnungspunktes Wahlen mit dem bisherigen Amtsinhaber Heinz Winden besetzt.   

Gefolgt sind die Delegierten dem Antrag auf Bildung eines „Handball-Regionalrates“. HVN-Präsident Wolfgang Ullrich: „Neben der Förderung des Handballsports im Gesamtbereich des DHB ist die Vertretung der Interessen der Regional- und Landesverbände im DHB-Präsidium vordringlichste Aufgabe des Gremiums.“

Der Bundestag endete mit Ehrungen. Stehende Ovationen gab es von den Delegierten dabei für Erika Petersen aus Hannover. Die scheidende Frauenbeauftragte des Deutschen Handballbundes wurde durch Präsidenten Ulrich Strombach mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. oti

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