„Bumblebee’s“ fliegen beim EM auf den dritten Platz

Bei ihrer vierten Teilnahme in Folge am EBT-Finale gelang dem Beachhandballteam Bumblebee Wildeshausen vom Beach Sport Verein Nordwest der größte Erfolg. Das um das Trainergespann Beverley Sasse und Oliver Galeotti sicherte sich den dritten Platz und damit die Bronzemedaille. „Das war eine super Leistung die das Team da gezeigt hat. Es passte einfach zu dem tollen Event mit klasse Atmosphäre“, freute sich Galeotti nach dem erfolgreichen Turnierverlauf beim Finale der europäischen Beachhandball-Serie (EBT) im portugiesischen Lagoa.

Bei ihrer vierten Teilnahme in Folge am EBT-Finale gelang dem Beachhandballteam Bumblebee Wildeshausen der größte Erfolg.

Der Erfolg kam aus der Sicht der Trainer etwas überraschend. Die Mannschaft ist zwar routiniert und hat auch schon reichlich Erfahrung, aber das Team konnte vor der Europameisterschaft nicht trainieren, da die Spielerinnen aus verschiedenen und entfernten Vereinen kommen und der Aufwand damit sehr groß gewesen wäre. „Außerdem hatten wir einige Ausfälle zu verkraften“, berichtet Galeotti, der einen komplett neu formierten Abwehrblock in den Sand schicken musste.

Diese Aufgabe übernahmen Miriam Wachsmann und die neu ins Team geholte Elisabeth Haskamp. Und beide Spielerinnen erfüllten ihre Aufgabe nach Ansicht des Trainers vollends. „Sie kennen sich ja aus ihrem Verein SFN Vechta. Im Sand ist es aber etwas anderes und sie haben echt gerackert und ihre Spritzigkeit und Kampfgeist super eingesetzt“, lobte Galeotti. Gemeinsam mit den starken Torhüterinnen Nicole Misterek und Charlotte Schumacher wurde so eine sattelfeste Defensive ins Feld geschickt.   

Im Angriff wirbelten Esther Batke, Juliane Faeseke, Sandra Wellsow und die Taktgeberin Alex Kleebach. Schon in der Vorrunde zeigte die Mannschaft ansatzweise, dass sie ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe würde mitreden können. Zwei Erfolgen gegen die Beachqueens aus der Schweiz (20:14, 14:12) und gegen Reflex Pyrki Poznan aus Polen (11:8, 10:9) stand eine verdiente Niederlage (14:17, 7:17) gegen den niederländischen Vertreter TSHV Camelot gegenüber. „Gegen Holland haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Außerdem hat uns die Torhüterin dermaßen viel weggefischt“, erklärte Galeotti. Dennoch reichten die vier Pluspunkte, um den Gruppensieg vor den Beachqueens zu feiern.

Im Halbfinale zeigte das Team vom Beach Sport Verein Nord-West die wohl stärkste Turnierleistung, war allerdings nicht gerade vom Glück verfolgt. Die Niederlage gegen die mit einigen ehemaligen Nationalspielerinnen besetzten OVB Beach Girls aus Ungarn hätte nicht knapper ausfallen können, in beiden Durchgängen verloren die Bumblebees in der Verlängerung mit 13:14. „Da waren die Ungarinnen einen Tick cleverer. Es war trotzdem ein super Spiel von uns, und ich hatte Bedenken, dass diese Niederlage die Mädels dermaßen mitnimmt, denn sie hatten einfach einen Erfolg verdient“, meinte Galeotti.

Dieses erfolgreiche Erlebnis wollten seine Spielerinnen aber dennoch einfahren und riefen im Spiel um Platz drei gegen die Beachqueens eine weitere fulminante Leistung ab. Der erste Satz ging bei 30 Grad und praller Sonne zwar klar mit 11:23 verloren, doch mit einer Umstellung im Spiel (Batke rückte in die Abwehr und Haskamp in den Angriff) und einer starken Misterek im Tor erzwang Bumblebee mit einem 12:6 das Shoot Out. Hier zeigte das Team Nerven wie Stahlseile und siegte verdient mit 7:6. Nach einer ausgelassenen Jubelarie ging es für das gesamte Team zur Abkühlung in den Atlantik. „Ich ziehe absolut den Hut davor, wie unsere Mannschaft nach dem so unglücklich verlorenen Halbfinale zurückgekommen ist. Das ist nicht alltäglich und zeigt welch toller Charakter in diesem Team steckt“, freute sich Galeotti. PM Beach Sport Verein Nordwest