Bauer und Hanning bei Nationalmannschaft in Barsinghausen

Am zehnten Tag nach seiner Wahl hat Bernhard Bauer ein Zeichen gesetzt. Der neue Präsident des Deutschen Handballbundes und sein für Leistungssport verantwortlicher Vize Bob Hanning besuchten am Dienstag die Nationalmannschaft, die sich noch bis Mittwochmittag zu einem Kurzlehrgang in Barsinghausen befindet.

DHB-Präsident Bernhard Bauer Dienstag in Barsinghausen. Foto: DHB / Axel Heimken

Am frühen Nachmittag ergriffen Bauer und Hanning die Chance, sich in neuer Funktion dem Team von Bundestrainer Martin Heuberger vorzustellen. „Es ist schön, dass wir gleich hierher kommen können, weil ihr für uns besonders wichtig seid”, sagte Bauer. „Lasst uns gemeinsam alles dafür tun, damit wir vorankommen und wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen können.”

Aufmerksam folgten Dominik Klein, Uwe Gensheimer und Co. den Worten des 62-Jährigen und nutzen die erste Gelegenheit gleich zum offenen Dialog. Diesen forderte Bauer auch: „Wir müssen im ständigen Austausch sein. Und mir ist dabei wichtig, dass Kritik offen ausgesprochen wird.” Die Spieler erinnerte er an ihre herausragende Rolle als Aushängeschilder des Handballsports. „Jeder”, sagte Bauer, „soll stolz sein, in der Nationalmannschaft zu spielen.” In diesem Zuge formulierte er auch den wiederholt geäußerten Anspruch, in die Weltspitze zurückzukehren und verband dies mit dem Fernziel Olympische Spiele 2020 in Tokio.

Hanning griff den Pass auf und betonte den für sämtliche Pläne des neuen Präsidiums erforderlichen Teamgeist: „Es ist wichtig, dass dabei alle mitmachen und mithelfen. Wir haben genügend Potenzial - aber wir müssen es bündeln, um wieder erfolgreich zu sein.” Hanning habe sich vorgenommen, für den Aufstieg von Top-Talenten bessere Voraussetzungen zu schaffen - sei es durch konsequente Teilnahme an Lehrgängen der A-Mannschaft, sei es mit gemeinsamen Maßnahmen von Männer- und Jugend-Nationalmannschaft. „Wir müssen die jüngeren Generationen mitnehmen. Dafür sind wir alle verantwortlich. Jeder soll in diesen Pool einzahlen.”

Der Besuch rief bei Heuberger und seinen Spielern ein positives Echo hervor. „Das war ein sehr guter erster Kontakt, der neugierig auf den weiteren Weg gemacht hat”, sagte  Patrick Groetzki, Rechtsaußen der Rhein-Neckar Löwen. „Für uns als Mannschaft ist der Austausch mit dem Präsidenten und seinem Team wichtig. Wir wissen, dass hohe Ansprüche an uns gestellt werden - aber wir dürfen auch darauf vertrauen, dass wir im Präsidium Rückhalt haben.”

„Wir starten ganz bewusst einen Neuanfang”, sagte Bauer. „Wir werden einiges ändern müssen, um wieder dahin zu kommen, wo wir waren und wo wir uns sehen. Unser Anspruch ist es, besser zu werden - jeder für sich und alle gemeinsam. Nehmt die Herausforderung an, und dann werden wir gemeinsam erfolgreich sein.” PM Deutscher Handballbund