Ausschuss plant Modifizierung der Wettspielstruktur im Jugendhandball

Der Ausschuss für Bildung und Entwicklung des Handball-Verbandes Niedersachsen plant den Gliederungen noch vor den Sommerferien Vorschläge zur Modifizierung der Wettspielstruktur im Kinder- und Jugendhandball vorzulegen. Das bestätigte jetzt Vizepräsidentin Gabriele Wach auf Anfrage der Redaktion von hvn-online.com. Erst am Montag hatte der Ausschuss mögliche Inhalte neuer Strukturen beraten.

Gaby Wach, Vizepräsidentin Bildung und Entwicklung (r.).

Gabriele Wach: „Wir werden jetzt zunächst weitere Experten aus Leistung, Spieltechnik und Schiedsrichterwesen hinzuziehen, um dem Papier den erforderlichen Feinschliff zu verpassen, aber auch um weitere Meinungen einzuholen.“
 
Teilgenommen an der Ausschusssitzung am Montag hatten neben der Vizepräsidentin Hans-Christian van Hoorn, Referent für Schiedsrichter-Aus- und Fortbildung, Denise Kricheldorf-Mai als neue Referentin für Kinder- und Jugendhandball und HVN-Bildungsreferent Volker Uecker.
 
Über Inhalte schweigt sich die Vizepräsidentin zurzeit öffentlich noch aus. Nur so viel: „Wir nehmen vor allem die Abwehrformationen ins Visier. In Niedersachsen sind wir aber schon sehr weit mit der Umsetzung der Vorgaben. Es sind einige wenige Modifizierungen nötig, die die Zielsetzung aus unserer Sicht besser erfüllen können.“
 
2003 hatte sich der Deutsche Handballbund erstmals mit einer Vereinheitlichung der Wettkampfstruktur im Kinder- und Jugendhandball auseinandergesetzt. „Die inzwischen flächendeckend umgesetzt wurde“, sagt Gabriele Wach. „Regional zwar mit leichten  Unterschieden, in der Zielsetzung aber mit 98 Prozent Übereinstimmung.“
 
Aufgabe heute müsse sein, die derzeitige Wettkampfstruktur auf den Prüfstand zu stellen. Erst im Februar hatte die Vizepräsidentin an einer von der Fachzeitschrift „handballtraining“ initiierten Expertenrunde teilgenommen, während der Vertreter des Deutschen Handballbundes und seiner Landesverbände die Situation erörterten.
 
Gabriele Wach: „Wir sind uns einig, dass wir den eingeschlagenen Weg weitergehen müssen, wenn auch mit leichten Korrekturen in der Streckenführung.“
 
Vom Deutschen Handballbund erhoffe sich die Ausbildungsexpertin eine Art Botschafterfunktion. „Wir müssen eine Modernisierung des Kinder- und Jugendhandballs offensiv angehen, damit sie auch beim letzten Verein ankommt.“ oti