Ober-, Verbands- und Landesligen: EP bricht Grenzen auf

08.04.2018   22:50   Alter:   15 days

Sieht die Planungen des Erweiterten Präsidiums kritisch: Wolfgang Kaplick. – Foto: Schlotmann

„Die Jugend macht es uns vor“, formulierte Jens Schoof. Lange werben musste der Vizepräsident Spieltechnik des Handball-Verbandes Niedersachsen vor den Mitgliedern des Erweiterten Präsidiums (EP) am Wochenende in Walsrode nicht. Bei zehn Gegen- und 69-Ja-Stimmen sprachen sie sich mit deutlicher Mehrheit dafür aus, die bisher eher starren Grenzen der Ober-, Verbands- und Landesligen der Frauen und Männer aufzuheben und – wie in den Jugendligen – die Staffeleinteilungen zukünftig nach rein geographischen Kriterien vorzunehmen.

Schoof geht davon aus, dass die neuen Staffelzuteilungen mittelfristig zu deutlichen Verringerungen der Fahrtwege führen. Tatsächliche Veränderungen für die Spielzeit 2018/19 erwartet der Vizepräsident aber noch nicht. „Die Veränderung bringt jedoch den Vorteil, dass zukünftige Abstiegsregelungen in sämtlichen Spielklassen übersichtlicher und gerechter gestaltet werden können. Bei mehreren Absteigern aus der Verbandsliga in einen Landesligabereich gibt es nicht mehr als drei Absteiger in die Staffel, da diese Last zukünftig auf alle Landesligen verteilt wird.“

Bedenken an dem zukünftigen Verfahren äußerte Wolfgang Kaplick, Vorsitzender der Handball-Region Lüneburger Heide: „Bisher haben wir quasi eine eigene Landesliga gespielt – und uns halbwegs daran gewöhnt, auch wenn die Staffelleitung beim Handball-Verband Niedersachsen liegt. Für uns besteht noch Aufklärungsbedarf; insbesondere im Bereich der Auf- und Abstiegsregelungen.“ Jens Schoof: „Zur Saison 2018/2019 wird sich nichts ändern, die Auf- und Abstiegsregelungen sind in den Durchführungsbestimmungen festgeschrieben.“ © Carsten Schlotmann