AG Zukunft: „Beachhandball ist eine echte Chance“

15.10.2017   07:40   Alter:   39 days

Holger Lapschies, Mitarbeiter der AG Zukunft. Links: Gerhard Ditz, Vorsitzender der Osnabrücker Handball-Region. - Foto: Schlotmann

Ligenstruktur, „Lady-Liga“, Inklusion – die Weiterentwicklung des Beachhandballs als Breitensport und zur Mitgliedergewinnung: Die Angehörigen der vom Präsidium eingesetzten Arbeitsgruppe Zukunft füllten am Sonnabend in der Akademie des Sports des Landessportbundes Niedersachsen einen ganzen Korb voller Ansätze, die Präsident Stefan Hüdepohl als Denkanstöße in die unterschiedlichen Verbandsgremien weitergeben will. Vizepräsident Wolfgang Gremmel zur Weiterentwicklung der Wettkampfvariante Beachhandball: „Für uns als Verband eine echte Chance.“

Gremmel jonglierte mit Blick auf Handball im Sand mit Zahlen: „Wir haben im Bereich der Veranstaltungen in Cuxhaven, zu den Turnieren und zu den Camps, Zuwächse ohne Ende. Zuwächse, auf die wir aufbauen können.“ Der Vizepräsident Finanzen sprach mit Blick auf die Sommerliga der Handball-Region Hannover, die deren Vorsitzender Andreas Multhaupt während des Treffens vorstellte, von der Pflicht, Beachhandball als Breitensport weiterzuentwickeln. In Vereinen, die ihren Nachwuchs nicht in die Relegationen zu den Jugendligen des Verbandes entsenden, ende der Spielbetrieb zum Teil schon im März, meistens im April. „Da gilt es Angebote zu machen, aber auch, die Prozesse aktiv zu begleiten.“ Holger Lapschies (Handball-Region Südniedersachsen) sieht wie Multhaupt, Thomas Kowalski (Handball-Region Oldenburger Münsterland) und Gerhard Ditz (Osnabrücker Handball-Region) unter anderem in der Abbildung von Beachhandball-Veranstaltungen unter nuLiga die Grundlage weiterer Vermarktungsansätze. „Wenn wir Angebote vorhalten wollen, müssen wir auch die Infrastruktur schaffen.“

Diskutiert wurde am Sonnabend in der Akademie auch über Spielangebote für die Generation Ü40: Inwieweit sich Modelle wie die der „Lady-Liga“ der Handball-Region Hannover in die Fläche übertragen lassen, ließen die Diskussionsteilnehmer offen: Fakt sei, so Thomas Kowalski, dass man bei allen Bemühungen im Bereich Mitgliedergewinnung den Mitgliedererhalt und die Rückgewinnung nicht außer Acht lassen dürfe. „Dazu brauchen wir Alternativen zum Regelspielbetrieb.“ „Lady-Liga“, Altherren-Runden, Frühstücksturniere, Inklusions-Gruppen, in denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zwanglos miteinander Handball spielen: Gerhard Dietz sieht den Verband und die Gliederungen als Moderatoren in der Pflicht, Arbeitshilfen für die Vereine zu erarbeiten.

Einig waren sich die Arbeitsgruppenmitglieder am Sonnabend in Hannover darüber, dass sich die Ligenstruktur und damit die Gestaltung des Spielbetriebes den tatsächlichen Bedarfen der Sportlerinnen und Sportler anpassen muss. Einigkeit herrschte auch darüber, dass vor weiteren Beratungen konkrete Zahlen auf den Tisch gehören; aus dem Bereich der Frauen und Männer, aber vor allem auch aus dem der Jugend. Thomas Kowalski: „Meldezahlen reichen da sicherlich nicht aus. Wir müssen auch gucken, wie sich die Mannschaften im Detail zusammensetzen.“ oti