HSG Badenstedt: 2014 erneut der Griff nach dem Meistertitel

11.06.2013   21:38   Alter:   4 yrs

Die „Handballgirls“ der HSG Badenstedt. Foto: Jörg Zehrfeld

Am Tag zwei nach dem Final Four um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend in Buxtehude ist langsam wieder Ruhe eingekehrt im Kader der HSG Badenstedt. Annika Hollender: „Bei unserem Teamgeist und mit unserer Geschlossenheit wäre alles möglich gewesen“, sagt die 17-Jährige. „Ich hätte uns auch die Meisterschaft zugetraut.“ Tatsächlich reichte es am Wochenende zu Platz drei. Und das, obwohl die HSG mit zwei Ausnahmen ausschließlich mit Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs zum Final Four gereist war.

Die „Handballgirls“ unterlagen am Sonnabend im Halbfinale dem neuen Deutschen Vize-Meister HSG Blomberg-Lippe mit 18:34, setzten sich dann am Sonntag im Spiel um Platz drei gegen den Buxtehuder SV mit 25:24 durch. Torhüterin Marnie Schierholz hatte im wahrsten Sinne des Wortes nach einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung im „kleinen Finale“ den Sieg festgehalten. Deutscher Meister ist Bayer Leverkusen.

Unzufrieden scheinen die Badenstedterinnen mit dem Erreichten nicht: „Wenn man zum Final Four um die Deutsche Meisterschaft fährt, ist das ein unglaubliches Feeling. Es ist nicht nur das Sportliche, sondern auch der professionelle Rahmen drumherum. Ein tolles Erlebnis, man fühlt sich wie ein Profi.“ Annika Hollender spricht von der Anreise nach Buxtehude mit den an die 100 Schlachtenbummlern, vom Einchecken im Mannschaftshotel, dem Einlaufen unmittelbar vor Spielbeginn, den 500 bis 600 Zuschauern, die die Spiele der HSG verfolgt hätten, und nicht zuletzt von der Siegerehrung mit der Medaillenübergabe - für die Badenstedterinnen gab es am Ende die bronzenen. 

„Ein toller Saisonabschluss“, sagt die 17-Jährige - und meint damit nicht nur das Halbfinale. „Mit einem Sieg um Platz drei wollten wir unserer Trainerin Heike Krüger einen gebührenden Abschied bereiten.“ Anteil an dem Erfolg hätten aber genauso Co-Trainer Jan Friedrich (unter anderem verantwortlich für das Mental-Training) und der ehemalige Landestrainer des Handball-Verbandes Niedersachsen, Thomas Engler, der über Jahre das Gros der Spielerinnen in ihrer Entwicklung begleitet hatte. „Thomas hat uns in Buxtehude besucht, das war noch mal zusätzlicher Ansporn“, sagt Annika Hollender. Unter den Zuschauern in Buxtehude weilte auch Thomas Löw, der die „Handballgirls“ zur Saison 2013/2014 übernimmt.

Hollender: „Wir haben jetzt eine Woche Pause, dann beginnen wir schon mit der Saisonvorbereitung.“ Ihre persönliche Ziele für die kommende Saison hat die A-Jugendliche längst definiert: „Platz eins in der Jugendbundesliga - und damit erneut die Qualifikation zum Final Four um die Deutsche Meisterschaft.“    

Die 17-Jährige spielt seit dem siebten Lebensjahr Handball, hat bei der HSG Wennigsen-Gehrden die ersten Schritte auf dem Parkett absolviert, wechselte dann in der D-Jugend nach Badenstedt.

Die bisherigen Höhepunkte ihrer sportlichen Laufbahn? Platz zwei mit der HVN-Auswahl beim Länderpokal-Finale des Deutschen Handballbundes in Rotenburg an der Fulda im Jahr 2011, der Gewinn der Deutschen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend im vergangenen Jahr in Bühl - und eben Platz drei beim Final Four um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend Sonnabend und Sonntag in Buxtehude. Carsten Schlotmann (oti)